Private Krankenversicherung: Beiträge steigen und steigen … – was tun?

Wer eine private Krankenversicherung sucht, sollte besonders auf Stabilität der Beiträge achten

Die private Krankenversicherung braucht jedes Jahr höhere Beiträge. Die Steigerungen betreffen Männer mehr als Frauen. Wer privat versichert sein möchte, muss in den sauren Apfel beißen. Vor Wechseln oder Neuabschlüssen lohnt sich aber ein genauer Vergleich.

Dieses Jahr steigen die Beiträge um rund 4,9 Prozent. Keine Überraschung – in den letzten zehn Jahren legten die PKV-Tarife im Durchschnitt jedes Jahr um fünf Prozent zu. Das Analysehaus Morgen & Morgen errechnete diesen Wert anhand von 3.500 untersuchten Tarifen. PKV-Versicherte sind also – ebenso wie gesetzlich Versicherte – bereits leidgeprüft, was die Explosion der Gesundheitskosten angeht. Steigende Beiträge sind die Kehrseite einer eigentlich guten Entwicklung: Die ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten werden besser, die Fortschritte in der Medizin nehmen zu.

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Die private Krankenversicherung wird für Frauen günstiger

Frauen sind von den Steigerungen der Beiträge weniger betroffen als Männer. In den letzten Jahren zahlten Frauen pro Jahr durchschnittlich 4,29 Prozent mehr. Männer dagegen mussten jährlich 5,67 Prozent mehr aufbringen. Die Zukunft sieht für das starke Geschlecht besonders düster aus: Ab 2013 werden nur noch Unisex-Tarife eingeführt – so will es der Europäische Gerichtshof. Bisher zahlten Männer geringere Beiträge, da sie weniger Krankheitskosten verursachen. Mit diesem Bonus wird zukünftig Schluss sein. Jede private Krankenversicherung errechnet die Beiträge dann aufgrund einer neuen Mischkalkulation. Folge: Die Männer müssen noch tiefer in die Tasche greifen, die Frauen werden dagegen entlastet.

Manche Beiträge erhöhten sich um weniger als drei Prozent

Steigende Beiträge machen es in Zukunft immer wichtiger, eine stabile private Krankenversicherung zu finden. Vergleiche helfen beim Suchprozess. Beim neuesten M & M-Rating stieg einerseits der Anteil an besonders instabilen Policen, andererseits nahmen aber auch starke Tarife zu. Beispiel private Krankenversicherung für Männer: Die Preissteigerung bei den Fünf-Sterne-Tarifen „ASZG/ PS2/ PS3“ der HanseMerkur lag im Modellfall bei lediglich 2,98 Prozent. Auch Vier-Sterne-Tarife sind eine Empfehlung wert: DKV (Tarife: Aktiv/SW2), DEVK (AM-VO, ST-V2, ST-V3, ZE-V) und die Süddeutsche (A100/S102/AZ75) erhöhten die Preise im Schnitt der letzten Jahre um deutlich weniger als fünf Prozent.

Bei den Frauen gibt es noch weitaus günstigere Angebote: Beim Modellbeispiel (35-jährige Angestellte) erwies sich unter anderem wieder die HanseMerkur (ASZG/PS2/PS3) als besonders beitragsstabil mit einer Durchschnittserhöhung von 2,21 Prozent. Ebenfalls im Fünf-Sterne-Bereich liegen die DEVK (AM-V1/ST-V2/ST-V3) und die DKV (M4-BR4).

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Manchmal hilft nur der Wechsel

Wer aufs falsche Pferd gesetzt hat und hohe Beiträge nicht mehr aufbringen kann, muss handeln. Manchmal hilft der Wechsel in einen günstigeren Tarif. In schwierigen Fällen kommt die gesetzliche Krankenversicherung ins Spiel. Unter 55-Jährige können wechseln, wenn sie (durch Arbeitslosigkeit usw.) mindestens ein Jahr pflichtversichert sind. Auch geringerer Verdienst durch Jobwechsel kann ein Wechselgrund sein.

Nach wie vor aber gilt: Eine private Krankenversicherung bietet deutlich bessere Leistungen und garantiert diese auch dauerhaft. Wichtig ist, dass möglichst beitragsstabile Tarife gewählt werden. Beim Vergleich helfen Experten im Internet. Fachkundige und objektive Beratung ist die wichtigste Voraussetzung, um die passende private Krankenversicherung zu finden.

 
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