Wie der öffentliche Dienst Beamte bei Berufsunfähigkeit absichert

Berufsunfähigkeit im öffentlichen Dienst: Jüngere Beamte brauchen Extraschutz

Im Laufe ihrer Dienstzeit erwerben Beamte relativ hohe Ansprüche für den Fall von Berufsunfähigkeit. In den ersten Berufsjahren bietet der öffentliche Dienst allerdings nur geringe Zusagen beim BU-Schutz. Ähnlich verhält es sich bei Arbeitern und Angestellten, die im Staatsdienst tätig sind. Eine zusätzliche Absicherung ist sinnvoll.

Berufsunfähigkeit nennt sich bei Beamten „Dienstunfähigkeit“. Im Falle eines Falles erhalten sie statt einer Rente ein so genanntes Ruhegehalt. Es steigt jährlich an und erreicht nach 40 Jahren etwa 75 Prozent des letzten Gehalts; in den nächsten Jahren wird es allerdings schrittweise auf 71,5 Prozent abgesenkt. Damit bietet der öffentliche Dienst aber immer noch weit mehr als die Erwerbsminderungsrente, die Arbeitern und Angestellten in der freien Wirtschaft zusteht.

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Beamte brauchen in den ersten fünf Dienstjahren einen Extraschutz

Besonders interessant ist eine BU-Police für Beamte in den ersten fünf Dienstjahren. Im Falle von Berufsunfähigkeit gewährt ihnen der öffentliche Dienst nämlich keinerlei Unterstützung. In späteren Jahren sind sie dafür umso komfortabler abgesichert. Daraus folgt: Beamte benötigen eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die notwendige hohe Anfangszusage kann später ruhig niedriger ausfallen, da die staatliche Unterstützung stetig wächst. In jedem Falle aber sollten die Zahlungen bis zum 65. Lebensjahr reichen, damit keine größeren Versorgungslücken entstehen.

Vor dem Abschluss eines Vertrages sollte sich jeder Staatsdiener seine Ruhegehalt-Ansprüche für den Fall einer Berufsunfähigkeit ausrechnen lassen. Daraufhin sollte er eine Police vereinbaren, die sein mögliches Ruhegehalt berücksichtigt; so vermeidet er im Laufe der Jahre eine Überversicherung.

Außerdem sollte der Vertrag die so genannte Dienstunfähigkeitsklausel enthalten: Damit wird die „Dienstunfähigkeit“ eines Beamten automatisch gleichgestellt mit einer „Berufsunfähigkeit“, was die Leistungszusage erheblich beschleunigt.

Berufsunfähigkeit: Der öffentliche Dienst behandelt seine Beschäftigten gut

Der öffentliche Dienst bevorzugt nicht nur seine beamteten Staatsdiener, sondern auch die bei ihm beschäftigten Arbeiter und Angestellten. Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) gewährt ihnen eine Zusatzrente über die gesetzliche Rentenversicherung hinaus. Das wirkt sich auch auf eine eventuell fällig werdende Erwerbsminderungsrente aus. Bei Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst ist dementsprechend eine mögliche Versorgungslücke bei Berufsunfähigkeit meist kleiner als bei Beschäftigten in der freien Wirtschaft. Vor allem für die ersten Berufsjahre lohnt sich aber unbedingt eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, die Leistungen bis zum 65. Lebensjahr garantiert.

Bei der Antragstellung müssen öffentlich Bedienstete ihre Ansprüche aus der VBL angeben. Die Versicherer haben ein eigenes Interesse daran, eine Überversicherung zu vermeiden – mancher Kunde könnte ihrer Meinung nach schwach werden und auf krummen Wegen versuchen, eine hohe Rente zu ergattern.

Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man sich von einem objektiven Fachmann beraten lassen und Angebote einfordern, die auf die individuelle Situation zugeschnitten sind.

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