Wie man mit Vorerkrankungen an gute BU-Versicherungen kommt

Vorerkrankungen müssen bei BU-Versicherungen kein Hindernis sein

Nicht jeder bekommt immer die Versicherung, die er will. Das betrifft vor allem BU-Versicherungen: Vorerkrankungen bringen manchen Abschlusswilligen in eine schwierige Position. Glücklicherweise gibt es dennoch Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss. Dabei muss der Kunde aber Abstriche hinnehmen. Meist handelt es sich dabei um Leistungsausschlüsse.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist außerordentlich wichtig. Das Risiko, berufsunfähig zu werden, liegt in Deutschland immerhin bei eins zu vier. Dabei genügen manchmal schon Kleinigkeiten, dass jemand nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Dementsprechend pingelig sind die Versicherungsunternehmen in ihren Fragebögen und forschen insbesondere nach Vorerkrankungen. Da ist es vorteilhaft, BU-Versicherungen bereits in jungen Jahren abzuschließen. Der Grund ist logisch: Zumindest bis zum 30. Lebensjahr ist die Liste der Vorerkrankungen in der Regel noch nicht sehr lang.

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Vorerkrankungen sind Hemmschuhe

Bei der Antragstellung ist absolute Ehrlichkeit gefragt. Allerdings beißt sich die Katze oft in den Schwanz: Wer mehrere Vorerkrankungen hat und diese ehrlich angibt, erhält oft keinen Vertrag – oder die BU-Versicherungen offerieren ungünstige Konditionen. Dennoch: Unwahre Angaben sind keine Alternative – sonst droht später Kündigung statt Leistung.

Bei Vorerkrankungen machen es sich die meisten Versicherer einfach: Sie schließen bestimmte Erkrankungen aus – zum Beispiel solche an der Wirbelsäule, wenn Rückenbeschwerden angegeben wurden. Dann ist der Kunde zwar nicht gegen Bandscheibenvorfall versichert, aber zumindest gegen andere Krankheiten. Übrigens: Für den Ausschluss von „Rückenerkrankungen genügen manchmal bereits einige frühere Verschreibungen von Massagen.

Erwähnt ist auch die so genannte Dread-Disease-Versicherung: Lebensversicherer bieten teilweise die Möglichkeit, sich gezielt gegen einzelne "schwere" Krankheiten abzusichern, zum Beispiel Krebs. Im Krankheitsfall erfolgt dann die vereinbarte Rentenzahlung.

Ein Trick: Mehrere Anträge für BU-Versicherungen gleichzeitig stellen

Kunden mit gesundheitlichen Problemen sollten sich nicht zu sehr ins Bockshorn jagen lassen. BU-Versicherungen kämpfen zwar bisweilen mit harten Bandagen, aber gewiefte Kunden gelangen trotzdem ans Ziel. Wer bereits einige Vorerkrankungen hat, kann zur so genannten Invitatio-Methode greifen.

Das funktioniert ganz einfach: Der Kunde (oder sein Vermittler) fordert bei mehreren BU-Versicherungen Angebote an. Das eine oder andere Unternehmen wird ihm dann ein konkretes Angebot vorlegen, zu welchen Konditionen eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglich ist. Der Kunde sucht sich nun das beste heraus und unterschreibt – erst dann gilt der Vertrag nämlich als abgeschlossen. Die anderen Vorschläge kann er getrost beiseite legen.

Der entscheidende Vorteil bei diesem Verfahren: Bei gleichzeitiger Absendung der Anträge kann er wahrheitsgemäß angeben, vorher noch keine BU-Versicherungen beantragt zu haben. So erhöht er die Chancen auf einen Abschluss. Aber aufgepasst: Der Kunde sollte bei der Antragstellung schon auf das spezielle Invitatio-Verfahren hinweisen. Bei sonst gängigen Verfahren gilt nämlich die Zusage der Versicherung bereits als Vertrag – der dann aber innerhalb von 30 Tagen gekündigt werden kann.

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