Kre­dit ohne Schufa

Sie haben einen siche­ren Job sowie regel­mä­ßi­ge Ein­künf­te und bekom­men trotz­dem kei­nen oder nur einen sehr teu­ren Kre­dit? Dar­an ist meist ein zu schlech­ter Schufa-Score schuld. Die Schufa spei­chert Infor­ma­tio­nen über Ihre Kre­dit­wür­dig­keit und Ihr Zah­lungs­ver­hal­ten. Wenn Sie einen Kre­dit auf­neh­men, wird dies bei der Schufa gespei­chert. Glei­ches gilt, wenn Sie ihn zurück­ge­zahlt haben. Das ist ein posi­ti­ves Zei­chen. Zah­len Sie einen Kre­dit nicht zurück, wird das eben­falls ver­merkt. Das ist natür­lich ein nega­ti­ves Zei­chen. Wenn eine Bank Ihren Schufa-Score prüft und einen nega­ti­ven Ein­trag fin­det, kann sie den Kre­dit ableh­nen. Nach­fol­gend erfah­ren Sie, wie Sie auch mit einem nega­ti­ven Schufa-Ein­trag einen güns­ti­gen Kre­dit auf­neh­men kön­nen.

War­um habe ich einen schlech­ten Schufa-Score?

Die Schufa kann einem schon einen gewal­ti­gen Strich durch die Rech­nung machen. War­um Sie einen so schlech­ten Score haben, dass eine Bank Sie für nicht kre­dit­wür­dig hält, lässt sich nie pau­schal sagen. Es kur­siert immer wie­der die Geschich­te eines rei­chen Man­nes, der ein Pre­paid-Han­dy nut­zen muss. Er fährt ein gutes Auto, hat ein sehr gutes Ein­kom­men und ein Haus, wel­ches bereits abbe­zahlt ist. Trotz­dem bekommt die­ser Mann kei­nen Mobil­funk­ver­trag.

Der Grund dafür ist, dass er vor Jah­ren mal sei­ne Han­dy­rech­nung nicht bezahlt hat, sodass Ihm der Anbie­ter den Ver­trag gekün­digt hat. Das ist bei der Schufa ver­merkt. Da der Score vor der Ver­ga­be eines neu­en Ver­trags abge­fragt wird, bekommt er kei­nen neu­en Mobil­funk­ver­trag, weil er frü­her Zah­lungs­pro­ble­me bei einem ande­ren Mobil­funk­ver­trag hat­te. Also blieb ihm nur noch ein Pre­paid-Han­dy. Ob sich die­se Pos­se mitt­ler­wei­le auf­ge­klärt hat, ist uns lei­der nicht bekannt.

Der Schufa-Score ist auch nicht wirk­lich trans­pa­rent, es flie­ßen sehr vie­le Fak­to­ren dar­in ein, selbst der Wohn­ort. Ange­nom­men, Sie haben einen Zwil­ling und haben sich par­al­lel ent­wi­ckelt. Mitt­ler­wei­le üben Sie den­sel­ben Beruf aus, woh­nen zur Mie­te und haben am Monats­en­de sogar gleich viel Geld über. Der Unter­schied ist, dass er am Stadt­rand wohnt und Sie in einem Vier­tel, das kei­nen beson­ders guten Ruf hat.

Nun möch­ten Sie gemein­sam auf Welt­rei­se gehen. Sie tei­len sich die Kos­ten und möch­ten jeweils einen Raten­kre­dit dafür auf­neh­men. Es ist durch­aus mög­lich, dass Sie einen etwas höhe­ren Zins­satz zah­len müs­sen, als Ihr Zwil­ling und das nur, weil es bei Men­schen aus Ihrem Bezirk häu­fi­ger Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten gibt als bei Leu­ten mit einer Woh­nung am Stadt­rand.

Wir möch­ten Sie an die­ser Stel­le auf die Mög­lich­keit hin­wei­sen, Ihren Schufa-Score ein­se­hen zu kön­nen. Ein­mal im Jahr kön­nen Sie von der Schufa eine Selbst­aus­kunft bekom­men. Die­se müs­sen Sie auf der Web­sei­te der Schufa online bean­tra­gen. Die Selbst­aus­kunft ist für Sie kos­ten­los. Sie müs­sen sich wäh­rend des Bestell­pro­zes­ses iden­ti­fi­zie­ren, indem Sie zum Bei­spiel einen Scan Ihres Per­so­nal­aus­wei­ses hoch­la­den. Die Selbst­aus­kunft erhal­ten Sie in Papier­form per Post.

Sie kön­nen die gespei­cher­ten Daten prü­fen. Soll­ten Infor­ma­tio­nen feh­ler­haft sein, kön­nen Sie eine Ände­rung oder Löschung der Daten ver­lan­gen. Die meis­ten Daten müs­sen nach drei Jah­ren gelöscht wer­den. Ist das nicht erfolgt, kön­nen Sie die Löschung bean­tra­gen. Viel­leicht hat eine Bank nicht-ver­trags­ge­mä­ßes Ver­hal­ten bei Kre­dit­ver­trä­gen gemel­det. Wenn es sich dabei um ein Ver­se­hen oder einen Feh­ler han­delt, kön­nen Sie den Ein­trag ändern las­sen.

War­um einen Kre­dit ohne Schufa auf­neh­men?

Wenn Sie einen berech­tig­ten nega­ti­ven Schufa-Ein­trag haben und trotz­dem einen Kre­dit auf­neh­men wol­len oder müs­sen, bleibt Ihnen kei­ne Wahl als einen schufafrei­en Kre­dit auf­zu­neh­men. Das gilt auch dann, wenn sich Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on stark gebes­sert hat. Viel­leicht hat­ten Sie ja einen guten Job und haben Kre­di­te auf­ge­nom­men, die Sie auch bezah­len konn­ten. Dann hat der Betrieb Insol­venz ange­mel­det und Sie waren auf staat­li­che Leis­tun­gen ange­wie­sen und konn­ten die Raten nicht mehr bezah­len.

Mitt­ler­wei­le haben Sie aber einen noch bes­ser bezahl­ten Job gefun­den und die rest­li­chen Schul­den begli­chen. Einen neu­en Kre­dit wer­den Sie von einer Bank ver­mut­lich so schnell nicht bekom­men. Es gibt aber auch noch ande­re Grün­de, war­um jemand einen Kre­dit ohne Schufa auf­neh­men möch­te, obwohl er pro­blem­los einen Kre­dit bekom­men wür­de, sogar zu guten Kon­di­tio­nen.

Ange­nom­men, Sie möch­ten dem­nächst ein Haus bau­en und dies mit einem Immo­bi­li­en­kre­dit finan­zie­ren. Nun haben Sie außer­dem noch ein Kind, wel­ches dem­nächst voll­jäh­rig wird und gera­de den Füh­rer­schein macht. Da es Ihnen finan­zi­ell gut geht, möch­ten Sie Ihrem Kind zur Voll­jäh­rig­keit einen schö­nen und siche­ren Neu­wa­gen schen­ken. Ihr Geld ist gut ange­legt, sodass Sie da gera­de nicht ran­kom­men und das Fahr­zeug mit einem Kre­dit finan­zie­ren möch­ten.

Den Kre­dit zu bekom­men ist für Sie kein Pro­blem, jedoch den­ken Sie an die Schufa. Der Auto­kre­dit wird in Ihrer Akte ver­merkt. Wenn Sie nun wegen des Immo­bi­li­en­kre­dits zur Bank gehen, sieht die­se, dass Sie der­zeit noch einen recht hohen Kre­dit zu bedie­nen haben. Aus Sicht der Bank steigt das Risi­ko, dass es des­halb Pro­ble­me mit dem Immo­bi­li­en­kre­dit geben kann. Die logi­sche Fol­ge ist ein höhe­rer Zins­satz, der Sie im End­ef­fekt viel Geld kos­tet. Neh­men Sie einen schufafrei­en Kre­dit auf, kann das nicht pas­sie­ren.

Wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es, einen Kre­dit ohne Schufa auf­zu­neh­men?

War­um auch immer Sie einen Kre­dit ohne Schufa-Aus­kunft auf­neh­men möch­ten, grund­le­gend haben Sie dafür drei sinn­vol­le Mög­lich­kei­ten. Eine Mög­lich­keit ist es, den Kre­dit in einem Land auf­zu­neh­men, wel­ches den Schufa-Score nicht abfragt. Eine ande­re Mög­lich­keit ist der Kre­dit von Pri­vat­per­so­nen, bei­spiels­wei­se über Kre­dit­platt­for­men wie aux­mo­ney oder Sma­va. Die drit­te Mög­lich­keit ist ein Mini­kre­dit, wel­cher jedoch ein ganz beson­de­rer Fall ist.

Nach­fol­gend möch­ten wir etwas näher auf die Mög­lich­kei­ten ein­ge­hen, einen Kre­dit ohne Schufa-Ein­trag oder trotz eines schlech­ten Schufa-Score zu auf­zu­neh­men.

Kre­di­te im Aus­land

Sie kön­nen einen Kre­dit im Aus­land auf­neh­men. Sol­che Aus­lands­kre­di­te wer­den auch Schwei­zer Kre­di­te genannt. Die Kre­dit­ge­ber sind euro­päi­sche Ban­ken, zum Bei­spiel in Polen, Liech­ten­stein oder der Schweiz. Dort ansäs­si­ge Ban­ken unter­lie­gen der euro­päi­schen Ban­ken­re­gu­lie­rung, wes­we­gen die Kre­di­te sicher sind. Mit der deut­schen Schufa haben die Ban­ken im Grun­de nichts zu tun.

Län­der wie die Schweiz haben ver­gleich­ba­re Orga­ni­sa­tio­nen, die jedoch nur Infor­ma­tio­nen über das Zah­lungs­ver­hal­ten im jewei­li­gen Land spei­chern. Wenn Sie in der Schweiz bereits einen Kre­dit auf­ge­nom­men haben und ihn nicht zurück­zah­len konn­ten, kön­nen Sie ver­mut­lich kei­nen neu­en Kre­dit dort auf­neh­men. Ist das aber nicht der Fall, haben Sie eine sehr gute Chan­ce auf einen güns­ti­gen Aus­lands­kre­dit.

So neh­men Sie einen Aus­lands­kre­dit auf

Einen Aus­lands­kre­dit kön­nen Sie direkt bei Ban­ken im Aus­land bean­tra­gen. Bes­ser ist es jedoch, wenn Sie sich an einen deut­schen Kre­dit­ver­mitt­ler wen­den, zum Bei­spiel an Ver­mitt­lungs­por­ta­le im Inter­net. Wich­tig hier­bei ist, dass der Kre­dit­ver­mitt­ler sei­nen Sitz in Deutsch­land hat. Das liegt dar­an, dass das Recht des Lan­des gilt, in dem der Kre­dit erfolg­reich ver­mit­telt wur­de.

Für Sie ist macht dann kein Unter­schied, ob Sie einen Kre­dit bei einer pol­ni­schen oder deut­schen Bank auf­neh­men. Schlie­ßen Sie den Kre­dit­ver­trag direkt mit einer pol­ni­schen Bank ab, wird im Streit­fall pol­ni­sches Recht ange­wandt.

Den Kre­dit kön­nen Sie ganz ein­fach online bean­tra­gen. Sie geben bei einem Ver­mitt­lungs­por­tal ein­fach die Sum­me und den Ver­wen­dungs­zweck ein. Anschlie­ßend bekom­men Sie zahl­rei­che Ange­bo­te ange­zeigt, sofern Ihr Kre­dit­wunsch erfüll­bar ist.

Natür­lich ver­ge­ben auch aus­län­di­sche Ban­ken kei­ne Kre­di­te ohne Sicher­hei­ten. Die Schufa wird nicht invol­viert, aber Sie müs­sen in jedem Fall Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on dar­le­gen, indem Sie zum Bei­spiel Gehalts­ab­rech­nun­gen vor­le­gen. Da ein Kre­dit, für den aus­län­di­sches Recht gilt, stets mit einem gewis­sen Risi­ko ver­bun­den ist, ist die maxi­ma­le Kre­dit­sum­me begrenzt. Wie hoch die­se ist, hängt von den jewei­li­gen Ban­ken ab. Meh­re­re tau­send Euro sind meist kein Pro­blem, jedoch soll­ten Sie genü­gend Eigen­ka­pi­tal ein­brin­gen, wenn Sie sich zum Bei­spiel ein Auto der Ober­klas­se von dem Geld kau­fen möch­ten.

Ihren Schwei­zer Kre­dit zah­len Sie ganz nor­mal in Raten samt Zin­sen zurück. Die Zin­sen sind in der Regel höher als bei Kre­di­ten von deut­schen Ban­ken. Wenn Sie in Deutsch­land kei­nen Kre­dit bekom­men oder sehr hohe Zin­sen zah­len müss­ten, ist ein schufafrei­er Aus­lands­kre­dit jedoch eine gute Opti­on, um einen recht güns­ti­gen Kre­dit zu bekom­men.

Kre­di­te von Pri­vat

Sie kön­nen sich von ande­ren Men­schen im Inter­net Geld lei­hen und zwar ganz seri­ös. Mög­li­cher­wei­se ver­spür­ten Sie bei die­sem Satz den Impuls, sich mit dem Fin­ger mehr­mals an die Stirn tip­pen zu wol­len. Bit­te lesen Sie trotz­dem wei­ter, denn wir mei­nen das nicht böse, son­dern durch­aus ernst. Es gibt im Inter­net Kre­dit­platt­for­men, die Kre­di­te von Pri­vat­per­so­nen an Pri­vat­per­so­nen ver­mit­teln und das trotz nega­ti­ver Schufa-Aus­kunft. Nach­fol­gend möch­ten wir Ihnen erklä­ren, wie so ein Kre­dit funk­tio­niert und war­um so ein Kre­dit abso­lut seri­ös ist.

Viel­leicht haben Sie schon mal von Kre­dit­ver­mitt­lungs­por­ta­len wie aux­mo­ney oder Sma­va gehört? Auf sol­chen Por­ta­len fin­den pri­va­te Kre­dit­ge­ber und ‑neh­mer zuein­an­der. Das funk­tio­niert so:

So neh­men Sie einen Kre­dit von Pri­vat­per­so­nen auf

Zunächst müs­sen Sie sich bei dem Kre­dit­por­tal Ihrer Wahl regis­trie­ren. Das ist gene­rell kos­ten­los mög­lich. Alles was Sie brau­chen ist ein Giro­kon­to bei einer deut­schen Bank und einen Wohn­sitz in Deutsch­land. Voll­jäh­rig müs­sen Sie natür­lich auch sein. Im Rah­men der Regis­trie­rung müs­sen Sie Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on dar­le­gen. Dafür rei­chen Sie ver­schie­de­ne Unter­la­gen ein, zum Bei­spiel eine Auf­stel­lung Ihrer Ein­nah­men und Aus­ga­ben sowie die letz­ten Gehalts­ab­rech­nun­gen.

Das Por­tal stuft Ihre Boni­tät ent­spre­chend ein. Es wird auch eine Schufa-Anfra­ge durch­ge­führt. Die­se wird aber bei der Schufa nicht gespei­chert. Sofern es kei­nen wirk­lich har­ten nega­ti­ven Ein­trag gibt, zum Bei­spiel eine rechts­gül­ti­ge Ver­ur­tei­lung wegen Kre­dit­be­trugs, ste­hen Ihre Chan­cen auch mit einem schlech­ten Score recht gut. Den Por­ta­len ist es wich­ti­ger, wie Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on im Moment ist. Ob Sie frü­her mal Pro­ble­me hat­ten, spielt kei­ne gro­ße Rol­le.

Die Boni­täts­ein­stu­fung ist maß­geb­lich dafür aus­schlag­ge­bend, wel­che Kre­di­te Sie bekom­men kön­nen. Bei einer sehr guten Boni­tät bekom­men Sie Kre­di­te mit nied­ri­ge­ren Zin­sen als mit einer schlech­ten Boni­tät. Auch die maxi­ma­le Kre­dit­sum­me wird davon bestimmt. Sie kön­nen nur Kre­di­te auf­neh­men, bei denen Sie die Raten auch wirk­lich bezah­len kön­nen.

Wenn Sie ange­mel­det sind, kön­nen Sie Ihren Kre­dit­wunsch in den Kre­dit­markt­platz ein­stel­len. Dazu erstel­len Sie ein Inse­rat und stel­len Ihren Kre­dit­wunsch mit Betrag und Ver­wen­dungs­zweck vor. Ihre Daten sind kom­plett geschützt. Die ande­ren Nut­zer sehen nur rudi­men­tä­re Infor­ma­tio­nen über Sie. Per­sön­li­che Daten wie Tele­fon­num­mer, Name, Adres­se oder ähn­li­ches blei­ben den Kre­dit­ge­bern ver­bor­gen. Sie sind den ande­ren Nut­zern gegen­über anonym. Das ist auch gut so, denn auf die­se Wei­se kann nie­mand an Sie her­an­tre­ten, um zum Bei­spiel eine vor­zei­ti­ge Rück­zah­lung von Ihnen zu ver­lan­gen. Im Gegen­zug wis­sen Sie auch nicht, von wem das Geld stammt.

Ihr Inse­rat bleibt für eine bestimm­te Zeit lang aktiv. Kommt die gewünsch­te Kre­dit­sum­me zusam­men, bekom­men Sie das Geld aus­ge­zahlt. Kommt sie nicht zusam­men, gilt Ihr Kre­dit­an­trag als abge­lehnt. Wenn die Sum­me zusam­men­ge­kom­men ist, bekom­men Sie das Geld von einer Part­ner­bank des Por­tals über­wie­sen. An die­se Bank zah­len Sie auch Ihre Til­gungs­ra­ten. Die Part­ner­bank ver­wal­tet den Kre­dit und unter­liegt dabei deut­schem Recht. Soll­ten Sie die Raten nicht zah­len, ver­hält es sich so wie mit jedem ande­ren Kre­dit auch. Es wer­den ein Mahn­ver­fah­ren und wenn not­wen­dig wei­te­re recht­li­che Schrit­te ein­ge­lei­tet.

Pri­vat­kre­dit: Die Kre­dit­ge­ber

Das Geld von der Bank wird von pri­va­ten Kre­dit­ge­bern bereit­ge­stellt. Um sich an Kre­di­ten betei­li­gen zu kön­nen, muss ein kos­ten­lo­ses Anle­ger­kon­to bei einer Part­ner­bank des Por­tals ein­ge­rich­tet wer­den. Die Geld­ge­ber über­wei­sen dar­auf die Sum­me, die sie anle­gen möch­ten. Anschlie­ßend kön­nen sie sich auf dem Kre­dit­markt­platz umse­hen.

Wenn ein Kre­dit­ge­such inter­es­sant ist, kön­nen sich die Kre­dit­ge­ber an dem Kre­dit betei­li­gen. Dabei müs­sen sie nicht einen gan­zen Kre­dit finan­zie­ren, son­dern kön­nen sich an meh­re­ren Kre­di­ten betei­li­gen und jeden Wunsch mit bei­spiels­wei­se 25 oder 50 Euro unter­stüt­zen. Dadurch kön­nen die Anle­ger ihr Risi­ko breit streu­en. Sobald das Geld zuge­sagt ist, wird es auf dem Anle­ger­kon­to ein­ge­fro­ren und steht nicht mehr zur Ver­fü­gung.

Dadurch ist sicher­ge­stellt, dass Sie das ver­spro­che­ne Geld auch wirk­lich bekom­men. Wird die Kre­dit­sum­me erreicht, nimmt sich die Bank das Geld und lei­tet es an Sie wei­ter. Wird die Sum­me nicht erreicht, wird das Geld wie­der frei­ge­ge­ben.

Wie Sie sehen, han­delt es sich bei dem Kre­dit von Pri­vat­per­so­nen, auch rein recht­lich, um einen ganz nor­ma­len Raten­kre­dit. Der Unter­schied ist nur, dass das aus­ge­zahl­te Geld von meh­re­ren Pri­vat­per­so­nen stammt und nicht aus dem Kapi­tal der Bank selbst. Um die Rück­zah­lung müs­sen Sie sich nicht wei­ter küm­mern, als Ihre Raten zu zah­len. Sie bekom­men von der Bank nicht die Ein­zel­be­trä­ge, son­dern die Gesamt­sum­me aus­ge­zahlt. Die Raten zah­len Sie auch am Stück, die Bank küm­mert sich dar­um, dass die Kre­dit­ge­ber ihre Antei­le an den Raten inklu­si­ve Zin­sen wei­ter­ge­lei­tet bekom­men.

Mini­kre­di­te

Eine beson­de­re Kre­dit­form sind soge­nann­te Mini­kre­di­te. Mini­kre­di­te, auch manch­mal Mikro­kre­di­te genannt, sind Kre­di­te mit einer beson­ders kur­zen Lauf­zeit von einem bis maxi­mal zwei Mona­ten. Die Kre­dit­sum­men sind begrenzt, meist sind Maxi­mal­be­trä­ge von 1.500 Euro mög­lich. Die Zin­sen hin­ge­gen sind in der Regel recht hoch. Das macht aber nicht viel, denn auf­grund der sehr kur­zen Lauf­zeit fal­len die Zin­sen nicht beson­ders ins Gewicht.

Um einen Mini­kre­dit auf­neh­men zu kön­nen, wird meist nur ein deut­scher Wohn­sitz, ein Aus­weis und ein Kon­to bei einer deut­schen Bank benö­tigt. Einen Mini­kre­dit kön­nen Sie auch mit einem schlech­ten Schufa-Score auf­neh­men. Natür­lich darf Ihre Schufa-Akte auch hier kei­ne har­ten nega­ti­ven Merk­ma­le auf­wei­sen, wie zum Bei­spiel eine Ver­ur­tei­lung wegen eines Finanz­ver­bre­chens.

Obgleich die Kre­dit­sum­men bei Mini­kre­di­ten recht gering sind, müs­sen Sie Ihre Boni­tät offen­le­gen, sprich, Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on schil­dern und Ein­kom­mens­nach­wei­se ein­rei­chen. Das kön­nen Sie ganz ein­fach online tun. Nach­dem Ihr Mini­kre­dit zuge­sagt wur­de, bekom­men Sie inner­halb weni­ger Tage das Geld aus­ge­zahlt.

Wir möch­ten an die­ser Stel­le davor war­nen, einen Mini­kre­dit ohne die Prü­fung von Alter­na­ti­ven auf­zu­neh­men. Wenn Sie eben schnell 1.000 Euro brau­chen und dafür einen Mini­kre­dit auf­neh­men, müs­sen Sie auch sicher sein, dass Sie die 1.000 Euro mit der nächs­ten Monats­ra­te auch wirk­lich zurück­zah­len kön­nen. Zwar bie­ten die meis­ten Anbie­ter auch eine Til­gung in zwei Raten an, was jedoch meist mit teils beacht­li­chen Gebüh­ren ver­bun­den ist.

Es ist nur äußerst sel­ten der Fall, dass Sie so schnell so viel Geld benö­ti­gen. Wenn Sie zum Bei­spiel Ihre Mie­te nicht bezah­len kön­nen, weil es in Ihrem Betrieb Pro­ble­me mit der Buch­hal­tung gege­ben hat, sodass das Geld erst spä­ter kommt, soll­ten Sie zunächst Ihren Ver­mie­ter kon­tak­tie­ren. Wenn Sie das nicht jeden Monat tun, dürf­te es im Nor­mal­fall kein Pro­blem sein, zwei Wochen Auf­schub zu bekom­men. Nur da Ihr Ver­mie­ter nicht hell­se­hen kann, soll­ten Sie es ihm natür­lich zeit­nah sagen.

Viel­leicht ist Ihnen auch eine teu­re Rech­nung ins Haus geflat­tert, mit der Sie nicht gerech­net haben, zum Bei­spiel eine Strom­nach­zah­lung von 800 Euro. Auch hier gilt: Spre­chen Sie mit Ihrem Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men. Sol­che Unter­neh­men sind auf der­ar­ti­ge Fäl­le vor­be­rei­tet, Sie sind garan­tiert nicht der ers­te Kun­de, der ein Pro­blem damit hat, sei­ne Jah­res­end­ab­rech­nung zu bezah­len. Übli­cher­wei­se freu­en sich die Unter­neh­men sogar, wenn ein Kun­de den Dia­log sucht, um eine Raten­zah­lung zu ver­ein­ba­ren, allein schon, weil dann unnö­ti­ger Auf­wand für Mahn­ver­fah­ren etc. ver­mie­den wird.

Ist ein Dia­log nicht mög­lich oder nicht von Erfolg gekrönt, wer­den Sie wohl in den sau­ren Apfel bei­ßen und einen Kre­dit auf­neh­men müs­sen. Wenn Sie zu 100 Pro­zent sicher sind, dass Sie den Mini­kre­dit in einem Monat zurück­zah­len kön­nen, kann das eine gute Idee sein. Wenn auf Zusatz­ge­büh­ren wie die für eine beson­ders schnel­le Aus­zah­lung ver­zich­tet wird, sind die Gesamt­kos­ten des Kre­dits sehr nied­rig. Zwar sind die Zin­sen hoch, aber wenn Sie ein gan­zes Jahr lang nied­ri­ge­re Zin­sen zah­len wür­den, wäre der län­ge­re Kre­dit am Ende wahr­schein­lich teu­rer.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, soll­ten Sie zunächst ver­su­chen, ander­wei­tig einen Kre­dit auf­zu­neh­men. Wenn Ihnen kei­ne Bank das Geld gibt, soll­ten Sie es zunächst bei einer Platt­form für die Ver­mitt­lung von Pri­vat­kre­di­ten ver­su­chen. Die Wahr­schein­lich­keit, dass das Geld für einen so klei­nen Kre­dit schnell zusam­men­kommt, ist gar nicht mal so gering.