Kre­dit­ver­gleich

Um den für Sie bes­ten Kre­dit zu fin­den, müs­sen Sie einen Kre­dit­ver­gleich durch­füh­ren. Sie haben die Mög­lich­keit, sich von einem unab­hän­gi­gen Finanz­be­ra­ter bera­ten zu las­sen. Eine gro­ße Hil­fe auf der Suche nach dem güns­tigs­ten Kre­dit ist auch ein Kre­dit­ver­gleich im Inter­net. Hier möch­ten wir Ihnen erklä­ren, wie Sie mit einem Kre­dit­ver­gleich viel Geld spa­ren kön­nen und war­um ein Ver­gleichs­rech­ner im Inter­net sogar bes­ser sein kann, als ein per­sön­li­ches Gespräch mit einem Ange­stell­ten Ihrer Haus­bank.

Kre­dit­ver­gleich online vs. Bank­be­ra­tung

Um es direkt am Anfang zu sagen: Eine per­sön­li­che Bera­tung durch einen Bank­an­ge­stell­ten ist nie ver­kehrt. Das gilt vor allem bei sehr hohen Kre­di­ten wie einem Immo­bi­li­en­kre­dit. Ein Bera­ter Ihrer Wunsch­bank kann Ihnen dabei hel­fen, die bes­ten Kon­di­tio­nen zu fin­den und weist Sie auch auf För­der­mög­lich­kei­ten etc. hin. Ein Kre­dit­ver­gleich im Inter­net bie­tet Ihnen in die­ser Hin­sicht einen deut­lich klei­ne­ren Spiel­raum.

Bevor Sie nun zum Bei­spiel einen Immo­bi­li­en­kre­dit auf­neh­men, soll­ten Sie aber trotz­dem einen Kre­dit­ver­gleich durch­füh­ren, allein schon um zu sehen, wel­che Kon­di­tio­nen mög­lich sind. Ein Bank­be­ra­ter wird wahr­schein­lich nur die Kre­dit­an­ge­bo­te der Bank selbst anprei­sen. In den wenigs­ten Fäl­len wird der Ange­stell­te zu Ihnen sagen, dass Sie zu Bank XY gehen soll­ten, weil die Kon­di­tio­nen dort bes­ser sind.

Mit einem online Kre­dit­ver­gleich bekom­men Sie sehr schnell eine Über­sicht über zahl­rei­che Kre­dit­an­ge­bo­te. Es han­delt sich dabei meist aber nicht um alle Ange­bo­te, die es auf dem Markt gibt. Möch­te eine Bank nicht, dass Ihre Kre­dit­an­ge­bo­te in einem Ver­gleichs­rech­ner erschei­nen, dann tun sie das auch nicht.

Ein Ver­gleichs­rech­ner für Kre­di­te steht Ihnen unein­ge­schränkt und kos­ten­los zur Ver­fü­gung, Sie müs­sen kei­nen Ter­min ver­ein­ba­ren oder sich an die Öff­nungs­zei­ten der Bank hal­ten. Vor allem müs­sen Sie für den Ver­gleich nicht zu jeder Bank per­sön­lich hin­ge­hen. Eine Bera­tung gibt es auch bei Ver­gleichs­por­ta­len. Sie bekom­men aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen über die Kre­di­te und auch Direkt­ban­ken ohne eige­nes Fili­al­netz bie­ten Bera­tung per Mail oder Tele­fon an. Da Direkt­ban­ken kein teu­res Fili­al­netz unter­hal­ten müs­sen, kön­nen die­se vie­le Kre­di­te mit nied­ri­ge­ren Zin­sen anbie­ten als eine Fili­al­bank es kann. Dafür ver­zich­ten Sie auf einen per­sön­li­chen Bank­be­ra­ter im Sin­ne eines fes­ten Ansprech­part­ners.

Sowohl Fili­al- als auch Direkt­ban­ken benö­ti­gen diver­se Unter­la­gen, um Ihnen ein kon­kre­tes Ange­bot unter­brei­ten zu kön­nen. Bei Direkt­ban­ken geht das meist schnell, Sie laden die benö­tig­ten Unter­la­gen in digi­ta­ler Form hoch, sodass Ihr Antrag schnellst­mög­lich bear­bei­tet wer­den kann. In der Regel dau­ert es höchs­tens ein paar Stun­den, bis Sie das Ange­bot vor­lie­gen haben. Die­ses kön­nen Sie auf Wunsch anneh­men und bekom­men den Kre­dit aus­ge­zahlt. Teils ist die Aus­zah­lung sogar noch am sel­ben Tag mög­lich.

Fazit: Ein Kre­dit­ver­gleich im Inter­net ist schnell und ein­fach. Sie bekom­men zahl­rei­che Kre­dit­an­ge­bo­te von vie­len Ban­ken ange­zeigt, eben auch von Direkt­ban­ken, die häu­fig beson­ders gute Kon­di­tio­nen bie­ten. Dafür ist ein Kre­dit­ver­gleichs­rech­ner unper­sön­lich. Wenn Sie eine indi­vi­du­el­le Bera­tung wün­schen, kön­nen Sie die Ban­ken natür­lich anru­fen. Legen Sie hin­ge­gen Wert auf einen fes­ten Ansprech­part­ner, sind Sie bei einer Fili­al­bank bes­ser auf­ge­ho­ben.

Ein Kre­dit­ver­gleich im Inter­net ist für Sie abso­lut kos­ten­los. Weder die Nut­zung des Ver­gleichs­rech­ners, noch das Anfor­dern eines Ange­bots oder der Kre­dit­an­trag dür­fen etwas kos­ten. Soll­te dies doch der Fall sein, suchen Sie sich bit­te umge­hend einen ande­ren Ver­gleichs­rech­ner. Die ein­zi­gen Kos­ten, die Ihnen ent­ste­hen dür­fen, sind Por­to­kos­ten, falls Sie den unter­schrie­be­nen Kre­dit­ver­trag per Post zur Bank schi­cken müs­sen.

Natür­lich möch­ten die Anbie­ter der Ver­gleichs­rech­ner auch irgend­wie Geld ver­die­nen. Wenn über das Ver­gleichs­por­tal ein Kre­dit abge­schlos­sen wird, zahlt die Bank dem Por­tal eine Pro­vi­si­on. Die­se wird nicht auf Sie abge­wälzt in Form höhe­rer Zin­sen oder so etwas. Der Kre­dit kos­tet bei einem Online­ab­schluss über ein Por­tal genau so viel wie in einer Filia­le der jewei­li­gen Bank.

Sie kön­nen über die Por­ta­le Ange­bo­te ein­ho­len und Kre­dit­an­fra­gen stel­len. Bit­te holen Sie sich zunächst ein Ange­bot bzw. meh­re­re Ange­bo­te ein. Wenn Sie einen Kre­dit­an­trag stel­len, bekommt die Schufa das mit. Soll­te der Antrag abge­lehnt wer­den, wirkt sich das nega­tiv auf Ihre Boni­täts­ein­stu­fung aus. Mög­li­cher­wei­se bekom­men Sie von einer Bank auch einen Kre­dit nur des­halb nicht, weil Sie jüngst von meh­re­ren Ban­ken abge­lehnt wur­den. Ein Ange­bot ist stets unver­bind­lich. Selbst wenn Ihnen die Bank lei­der kei­nen Kre­dit gewäh­ren kann, bekommt die Schufa das nicht mit.

Kre­dit­ver­gleich – Was beach­ten?

Ein Kre­dit­ver­gleich im Inter­net ist ein­fach und unkom­pli­ziert. Sie geben ledig­lich die gewünsch­te Sum­me, die Anzahl der Raten und den Ver­wen­dungs­zweck an und bekom­men eine Lis­te mit Ange­bo­ten ange­zeigt. Sie soll­ten nicht gleich den obers­ten Kre­dit bean­tra­gen, son­dern sich die Details genau­er anse­hen. Es gibt näm­lich ein paar Punk­te, die Sie beach­ten soll­ten, um einen mög­lichst güns­ti­gen Kre­dit zu fin­den, der genau zu Ihnen passt.

Kos­ten­lo­se Son­der­til­gung

Die­ser Punkt kann beson­ders wich­tig sein. Die Kre­dit­kos­ten soll­ten so nied­rig wie mög­lich sein. Wenn Sie ohne Gebüh­ren Son­der­til­gun­gen leis­ten, kön­nen Sie die Kos­ten sen­ken, wenn Sie zwi­schen­durch mal mehr zurück­zah­len als Sie ver­ein­bart haben.

Die kos­ten­lo­se Son­der­til­gung ist vor allem bei klei­nen Kre­di­ten von Vor­teil. Die meis­ten Ban­ken ver­ge­ben zum Bei­spiel erst Kre­di­te ab 1.000 Euro. Wenn Sie aber nur 700 Euro brau­chen, neh­men Sie ein­fach einen 1.000 Euro Kre­dit auf. Die übri­gen 300 Euro zah­len Sie als kos­ten­lo­se Son­der­til­gung gleich nach der Aus­zah­lung des Kre­dits zurück und zah­len auf die­sen Betrag kei­ne Zin­sen mehr.

Kre­dit­kos­ten

Bei einem Kre­dit­ver­gleich wer­den auch die Kre­dit­kos­ten bzw. die Gesamt­kos­ten des Kre­dits ange­zeigt. Das ist die Sum­me, die Sie im End­ef­fekt für den Kre­dit bezah­len, sofern Sie sich an den Til­gungs­plan hal­ten und nicht zum Bei­spiel Son­der­til­gun­gen leis­ten.

Ent­hal­ten sind alle Kos­ten, also die Kre­dit­sum­me inklu­si­ve der Zin­sen und Gebüh­ren. Um die Kre­dit­kos­ten so nied­rig wie mög­lich zu hal­ten, soll­ten Sie den Kre­dit mög­lichst schnell zurück­zah­len. Sie soll­ten die Raten so wäh­len, dass Sie sie sich auch noch leis­ten kön­nen, wenn mal etwas dazwi­schen­kommt.

Haben Sie zum Bei­spiel jeden Monat 200 Euro über, soll­ten Sie kei­ne Til­gungs­ra­ten von 180 Euro ver­ein­ba­ren. Soll­te bei­spiels­wei­se der Kühl­schrank kaputt gehen, wird es enorm schwer, schnell einen Ersatz zu beschaf­fen. Hier ist es sinn­vol­ler, höhe­re Kre­dit­kos­ten in Kauf zu neh­men, um immer noch etwas finan­zi­el­len Spiel­raum zu haben.

Kre­dit­lauf­zeit

Die Kre­dit­lauf­zeit gibt an, wie lan­ge Sie den Kre­dit abbe­zah­len müs­sen. Ange­ge­ben wird die Lauf­zeit in Mona­ten, da Sie schließ­lich im Regel­fall jeden Monat eine Til­gungs­ra­te zurück­zah­len. Je län­ger die Lauf­zeit, des­to güns­ti­ger wer­den die ein­zel­nen Raten. Man­che Ban­ken bie­ten Kre­di­te mit lan­gen Lauf­zei­ten auch mit nied­ri­ge­ren Zin­sen an als Kre­di­te mit kur­zer Lauf­zeit.

Das mag ver­lo­ckend erschei­nen, kann aber auch zu einer Fal­le wer­den. Selbst bei etwas nied­ri­ge­ren Zin­sen erhö­hen sich die Gesamt­kos­ten des Kre­dits, denn die­se fal­len letzt­lich über einen deut­lich län­ge­ren Zeit­raum an. Wenn Sie einen Kre­dit in 12 Monats­ra­ten zurück­zah­len, sind die Raten natür­lich deut­lich höher als wenn Sie sich für eine Til­gung in 36 Raten ent­schei­den. Unterm Strich zah­len Sie für den Kre­dit mit 12 Raten aller­dings weni­ger.

Rest­schuld­ver­si­che­rung

Am The­ma Rest­schuld­ver­si­che­rung schei­den sich die Geis­ter. Mit die­ser Ver­si­che­rung ver­si­chern Sie die Rest­schuld, wenn Sie den Kre­dit aus bestimm­ten Grün­den nicht mehr bezah­len kön­nen. Sol­che Grün­de kön­nen Arbeits­lo­sig­keit, Arbeits­un­fä­hig­keit oder Ihr Tod sein. Wenn Sie sich zusam­men mit Ihrem Lebens­part­ner eine teu­re Ein­bau­kü­che gekauft und dafür einen Kre­dit auf­ge­nom­men haben, dürf­te Ihr Part­ner wohl Pro­ble­me mit der Bank bekom­men, wenn Sie ster­ben und der Kre­dit daher nicht mehr zurück­ge­zahlt wer­den kann.

Eine Rest­schuld­ver­si­che­rung kann einen Kre­dit unnö­tig teu­er machen, wes­we­gen wir emp­feh­len, das Risi­ko bei klei­nen Kre­di­ten ein­zu­ge­hen. Bei teu­ren Kre­di­ten wie dem Immo­bi­li­en­kre­dit kann die Rest­schuld­ver­si­che­rung jedoch sinn­voll sein, da die Raten nicht son­der­lich bil­lig sind und eine lang­jäh­ri­ge Zah­lungs­ver­pflich­tung besteht.

Sie soll­ten zudem prü­fen, ob Sie nicht bereits ent­spre­chend ver­si­chert sind, zum Bei­spiel über eine Unfall­ver­si­che­rung oder eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung. Soll­ten Sie ster­ben, bekom­men Ihre Ange­hö­ri­gen Geld von der Ver­si­che­rung, von dem sie die Schul­den zumin­dest teil­wei­se bezah­len kön­nen. Es gibt auch diver­se Tari­fe, bei denen eine Rest­schuld­ver­si­che­rung mit dabei ist. In so einem Fall brau­chen Sie kei­ne zwei­te Ver­si­che­rung abschlie­ßen. Soll­ten sie verster­ben, wür­de Ihre Ver­si­che­rung die Schul­den bezah­len.

Ver­wen­dungs­zweck

Der Ver­wen­dungs­zweck ist wich­tig, da es neben Kre­di­ten zur frei­en Ver­wen­dung auch Kre­di­te mit beson­ders güns­ti­gen Kon­di­tio­nen gibt. Ein Bei­spiel dafür ist der Auto­kre­dit zur Finan­zie­rung eines neu­en Autos. Sol­che Kre­di­te wer­den meist beson­ders güns­tig ange­bo­ten, da das Auto der Bank als Sicher­heit dient. Soll­ten Sie den Kre­dit nicht zurück­zah­len, kann die Bank das Auto ver­kau­fen und von dem Geld die Rest­schuld til­gen.

Ein ande­res Bei­spiel ist der Immo­bi­li­en­kre­dit, der nach dem­sel­ben Prin­zip funk­tio­niert. Auch Umschul­dungs­kre­di­te wer­den meist mit rela­tiv nied­ri­gen Zin­sen ange­bo­ten.

Zins­satz

Der Zins­satz ist beson­ders wich­tig, weil die­ser maß­geb­lich für die Gesamt­kre­dit­kos­ten und die Höhe der Raten ist. Der Zins­satz soll­te natür­lich mög­lichst nied­rig sein. Ver­gleichs­rech­ner im Inter­net geben stets den Zwei­drit­tel­zins an. Das bedeu­tet, dass zwei Drit­tel aller Kre­dit­an­fra­gen die­sen oder einen bes­se­ren Zins­satz bekom­men haben.

Die Höhe der Zin­sen hängt von Ihrer Boni­tät ab. Schätzt die Bank das Aus­fall­ri­si­ko als beson­ders nied­rig an, kön­nen Sie höchst­wahr­schein­lich weni­ger Zin­sen zah­len als ange­ge­ben. Kommt die Bank zu einem ande­ren Schluss, kann Sie Ihren Kre­dit­an­trag ableh­nen oder Ihnen ein Ange­bot mit höhe­ren Zin­sen unter­brei­ten. Der Zwei­drit­tel­zins dient dem­nach eher als Ori­en­tie­rung

Wich­tig ist es, auf den effek­ti­ven Zins­satz zu ach­ten. Der Soll­zins gibt ledig­lich die rei­nen Zins­kos­ten an, wohin­ge­gen im effek­ti­ven Jah­res­zins die rea­len Kos­ten ange­ge­ben sind, was bedeu­tet, dass Kos­ten für Gebüh­ren, Pro­vi­sio­nen etc. bereits mit ein­kal­ku­liert sind. Die­se Infor­ma­ti­on brau­chen Sie, damit Sie wis­sen, wie hoch die Gesamt­kos­ten im End­ef­fekt sind. Ein nied­ri­ger Soll­zins bringt nichts, wenn Sie noch hohe Zusatz­kos­ten bezah­len müs­sen. Der Unter­schied zwi­schen Soll- und Effek­tiv­zins soll­te mög­lichst klein sein. Ein gro­ßer Unter­schied deu­tet auf hohe Gebüh­ren hin, die Sie womög­lich bezah­len müs­sen, soll­ten Sie zum Bei­spiel Ände­run­gen am Til­gungs­plan vor­neh­men wol­len.