Geld­an­la­ge

Zum The­ma Vor­sor­ge und Finan­zen gehört selbst­ver­ständ­lich auch die Geld­an­la­ge. Wer sein Geld rich­tig anlegt, kann nicht nur fürs Alter spa­ren und vor­sor­gen, son­dern sich auch all­ge­mei­ne kost­spie­li­ge Wün­sche erfül­len, wie eine ganz beson­de­re Rei­se, ein Eigen­heim oder das abso­lu­te Wunsch­au­to. Bei uns erfah­ren Sie die Grund­la­gen und was Sie über Geld­an­la­gen, Kon­ten, Finan­zen und finan­zi­el­le Vor­sor­ge wis­sen soll­ten.

Kon­ten und Kre­dit­kar­ten

Am Anfang ste­hen die ver­schie­de­nen Kon­to­ar­ten. Es gibt weit­aus mehr Kon­to­ar­ten als das bekann­te Giro­kon­to oder Tages­geld­kon­to. Auch bei Kre­dit­kar­ten gibt es eine grö­ße­re Viel­falt als vie­le Men­schen ver­mu­ten. Hier erklä­ren wir Ihnen kurz, wel­che Kon­to­ar­ten es gibt und was Sie dabei beach­ten soll­ten.

Giro­kon­to — Was ist wich­tig?

Das Giro­kon­to ist sicher­lich die bekann­tes­te und ver­brei­tets­te Kon­to­art. Über Ihr Giro­kon­to wickeln Sie Ihren nor­ma­len Zah­lungs­ver­kehr ab. Sie kön­nen mit der EC-Kar­te Geld abhe­ben und in Geschäf­ten bezah­len. Auch für Ihre monat­li­chen Zah­lun­gen wie Mie­te, Strom­kos­ten, Han­dy­ver­trag, Inter­net­an­schluss usw. brau­chen Sie ein Giro­kon­to.

Ein Giro­kon­to zu füh­ren ist so etwas wie ein Grund­recht in Deutsch­land. Selbst in der ärgs­ten finan­zi­el­len Schief­la­ge kön­nen Sie ein Giro­kon­to eröff­nen, wenn­gleich es in so einem Fall gewis­se Auf­la­gen gibt, wie zum Bei­spiel der Ver­zicht auf Ein­räu­mung eines Dis­po­kre­dits.

Bei einem Giro­kon­to soll­ten Sie zunächst auf die Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren an. Viel­leicht den­ken Sie, dass die Zin­sen der wich­tigs­te Aspekt bei einem Giro­kon­to sind? Dann lie­gen Sie lei­der falsch, in Zei­ten der Nied­rig­zin­sen spie­len die Giro­zin­sen kaum mehr eine Rol­le. Wich­ti­ger ist, dass das Kon­to mög­lichst wenig kos­tet.

Bei den Kos­ten soll­ten Sie nicht nur auf die Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren schau­en, son­dern auch auf mög­li­che Kos­ten für Über­wei­sun­gen, Geld­ab­he­bung im Aus­land und den Dis­po­zins. Wäh­rend Sie mit dem Giro­kon­to auf­grund der nied­ri­gen Zin­sen kein Ver­mö­gen anspa­ren kön­nen, kön­nen Sie mit dem Dis­po­kre­dit viel Geld ver­lie­ren, denn die Zin­sen dafür sind teil­wei­se enorm hoch.

Wenn bei einem Giro­kon­to eine kos­ten­freie Kre­dit­kar­te dabei ist, ist das ein gutes Argu­ment für das Kon­to, zumin­dest, wenn die Kre­dit­kar­te nicht nur im ers­ten Jahr kos­ten­frei ist oder ande­re ver­steck­te Kos­ten lau­ern. Selbst wenn Sie im All­tag kei­ne Kre­dit­kar­te benö­ti­gen, scha­det es heut­zu­ta­ge nicht eine zu besit­zen, zum Bei­spiel für die beque­me und schnel­le Bestel­lun­gen im Inter­net oder auch bei Rei­sen in Aus­land.

Tages­geld­kon­to

Das Tages­geld­kon­to ist zum Geld spa­ren geeig­net, vor allem zum Anspa­ren. Die Zin­sen sind im Schnitt deut­lich höher als die eines Giro­kon­tos. Beson­ders gut zum Spa­ren eig­net es sich, weil es nicht für den täg­li­chen Zah­lungs­ver­kehr geeig­net ist. Sie bekom­men kei­ne EC-Kar­te für Ihr Tages­geld­kon­to. Dadurch kom­men Sie auch weni­ger in Ver­su­chung, das gespar­te Geld spon­tan aus­zu­ge­ben, da Sie es zu erst auf das Giro­kon­to trans­fe­rie­ren müss­ten.

Trotz­dem kom­men Sie jeder­zeit an Ihr Geld. Für ein Tages­geld­kon­to benö­ti­gen Sie ein Giro­kon­to, wel­ches nicht bei der Tages­geld­bank geführt wer­den muss, bei dem Sie Ihr Tages­geld­kon­to eröff­nen möch­ten. Sie kön­nen jeder­zeit Geld von Ihrem Tages­geld­kon­to auf Ihr Giro­kon­to zurück­über­wei­sen und es anschlie­ßend aus­ge­ben bzw. ander­wei­tig umschich­ten.

Das Tages­geld­kon­to eig­net sich sehr gut zum Spa­ren von klei­ne­ren Beträ­gen. Wenn am Monats­en­de regel­mä­ßig 50 Euro über sind, kön­nen Sie einen Dau­er­auf­trag ein­rich­ten, der die­ses Geld auf das Tages­geld­kon­to über­weist. Soll­ten doch mal uner­war­te­te Aus­ga­ben anfal­len, kön­nen Sie das Geld ein­fach wie­der zurück­bu­chen. Vor Jah­ren konn­te Sie durch­aus bis zu 4% auf Ihr Tages­geld bekom­men, die Zeit sind jedoch spä­tes­tens seit der Finanz­kri­se dabei.

Fest­geld- / Anla­ge­kon­to

Ein Fest­geld- bzw. Anla­ge­kon­to ist gut geeig­net, wenn Sie lang­fris­tig sicher Geld anle­gen möch­ten bzw. es nicht benö­ti­gen. Die Zin­sen lie­gen meist im Schnitt klar über denen eines Tages­geld­kon­tos. Die­ser Bonus hat natür­lich auch sei­nen Preis. Das Geld ist wäh­rend der Lauf­zeit nicht ver­füg­bar. Sie haben das Geld zwar, aber da es fest ange­legt ist, kom­men Sie erst nach Ablauf der ver­ein­bar­ten Zeit wie­der dran. Sie kön­nen übri­gens meh­re­re Fest­geld­kon­ten bei unter­schied­li­chen Ban­ken und mit unter­schied­li­chen Lauf­zei­ten anle­gen.

Anders als ein Tages­geld­kon­to ist ein Fest­geld­kon­to nicht geeig­net, um ein finan­zi­el­les Pols­ter anzu­spa­ren, auf wel­ches Sie im Not­fall direkt zugrei­fen kön­nen. Wenn sich Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on bes­sert, zah­len Sie z.B. einen gewis­sen Betrag auf ein Fest­geld­kon­to ein und erhö­hen den Betrag, der regel­mä­ßig auf das Tages­geld­kon­to über­wie­sen wird.

So kann Ihr ange­spar­tes Geld eine Zeit lang für Sie arbei­ten und zeit­gleich spa­ren Sie wie­der ein finan­zi­el­les Pols­ter an. Ihr Geld ist, wie beim Tages­geld­kon­to übri­gens auch sicher ange­legt, das Ver­lust­ri­si­ko ist somit sehr gering. Die Ban­ken der Euro­päi­schen Uni­on müs­sen laut Gesetz zur Ein­la­gen­si­che­rung für jedes Tages­geld- und Fest­geld­kon­to 100.000 Euro zurück­le­gen. Soll­te die Bank Insol­venz anmel­den, bekom­men Sie Ihr Geld garan­tiert zurück, zumin­dest bis zum Wert von 100.000 Euro.

In der aktu­el­len Zins­la­ge soll­te man auf jeden Fall vor­sich­tig sein, wie lan­ge man sich fest an die sehr gerin­gen Zin­sen bin­den möch­te. Das kann als Kre­dit­neh­mer sehr lukra­tiv sein, aber weni­ger als Geld­an­la­ge.

Miet­kau­ti­ons­kon­to

Ken­nen Sie das Miet­kau­ti­ons­kon­to? Falls nicht, sind Sie damit nicht allei­ne, denn die­se Kon­to­art ist vie­len Men­schen noch unbe­kannt. Wenn Sie eine Woh­nung mie­ten, müs­sen Sie dafür in der Regel meh­re­re Monats­mie­ten als Kau­ti­on hin­ter­le­gen. Bei den meis­ten Ver­mie­tern geschieht das in bar gegen eine Quit­tung.

Das Miet­kau­ti­ons­kon­to rich­ten Sie bei einer Bank ein und ver­pfän­den es an Ihren Ver­mie­ter. Das Geld gehört ihm nicht, er kann das Geld also nicht aus­ge­ben oder ver­un­treu­en. Am Ende des Miet­ver­hält­nis­ses ist mit dem Ver­mie­ter zu klä­ren, ob er noch Ansprü­che gel­tend macht, wie zum Bei­spiel Repa­ra­tu­ren von Woh­nungs­schä­den.

Bei einer Bar­kau­ti­on kann der Ver­mie­ter in so einem Fall einen Teil der Kau­ti­on ein­be­hal­ten, was häu­fig zum Streit führt. Wenn Sie ein Miet­kau­ti­ons­kon­to haben, kön­nen Sie even­tu­el­le Strei­tig­kei­ten recht­zei­tig klä­ren. Teilt der Ver­mie­ter der Bank mit, dass alles in Ord­nung ist, bekom­men Sie die Kau­ti­on inklu­si­ve Zin­sen ent­we­der zurück­über­wie­sen oder sie nut­zen es für die Miet­kau­ti­on Ihrer neu­en Woh­nung.

Kre­dit­kar­ten

Kre­dit­kar­ten kön­nen das Leben erleich­tern. In Deutsch­land ist die EC-Kar­te wei­ter ver­brei­tet. Nicht jedes Geschäft, wel­ches Kar­ten­zah­lung anbie­tet, bie­tet auch Zah­lung per Kre­dit­kar­te an. Aber spä­tes­tens im Aus­land sind Sie wahr­schein­lich froh, eine Kre­dit­kar­te zu besit­zen, denn in den meis­ten Län­dern sind sie genau so ver­brei­tet wie EC-Kar­ten.

Ver­su­chen Sie mal, in Deutsch­land einen Kaf­fee mit Kre­dit­kar­te zu bezah­len. Klein­un­ter­neh­men bie­ten das meist nicht an und auch bei grö­ße­ren Ket­ten gibt es häu­fig einen Min­dest­be­trag, ab dem Kre­dit­kar­ten­zah­lung akzep­tiert wird. In Län­dern wie Frank­reich ist das anders, dort kön­nen Sie Ihren Kaf­fee in den meis­ten Fäl­len auch schnell mit der Kre­dit­kar­te bezah­len und brau­chen nicht immer Bar­geld mit sich zu füh­ren.

Wenn Sie im Aus­land Geld abhe­ben, wird dafür meist eine Gebühr fäl­lig, zumin­dest außer­halb Euro­pas. Mit einer Kre­dit­kar­te fin­den Sie welt­weit etli­che Auto­ma­ten, an denen Sie ohne Zusatz­ge­büh­ren Geld abhe­ben kön­nen. Sie müs­sen nicht­mals selbst im Aus­land sein, um von einer Kre­dit­kar­te zu pro­fi­tie­ren. Wenn Sie etwas von außer­halb Euro­pas im Inter­net bestel­len, wer­den Sie höchst­wahr­schein­lich eine Kre­dit­kar­te benö­ti­gen, da kauf auf Rech­nung, Über­wei­sung oder Bank­ein­zug nur sel­ten mög­lich ist.

Bei der Kre­dit­kar­te soll­ten Sie auf die Jah­res­ge­büh­ren ach­ten. Man­che Kre­dit­kar­ten bie­ten auch Vor­tei­le wie eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung. Wenn sich sol­che Leis­tun­gen für Sie loh­nen, kön­nen Sie auch eine Kre­dit­kar­te mit Gebüh­ren bean­tra­gen. Ansons­ten kommt es vor allem auf die Zah­lungs­be­din­gun­gen an.

Die meis­ten Direkt­ban­ken bie­ten die Mög­lich­keit, die Kre­dit­kar­te wie eine EC-Kar­te zu benut­zen. Das bedeu­tet, dass jeder Ein­kauf per Kre­dit­kar­te direkt in Ihrem Kon­to­ver­lauf sicht­bar ist. Dadurch kann es nicht pas­sie­ren, dass Sie hier und da etwas mit der Kre­dit­kar­te kau­fen und am Monats­en­de mit einer uner­war­tet hohen Rech­nung kon­fron­tiert wer­den.

Wenn Sie Angst haben, sich doch zu ver­schul­den, kön­nen Sie auch eine Pre­paid-Kre­dit­kar­te neh­men. Pre­paid-Kre­dit­kar­ten sind meis­tens gebüh­ren­frei und haben den Vor­teil, dass Sie sie nicht über­zie­hen kön­nen. Sie über­wei­sen Geld von Ihrem Giro­kon­to auf Ihr Kre­dit­kar­ten­kon­to und kön­nen mit der Kre­dit­kar­te nur den über­wie­se­nen Betrag bezah­len. Eine Über­zie­hung ist nicht mög­lich. So eine Kre­dit­kar­te ist zum Bei­spiel auch prak­tisch, wenn Sie nur gele­gent­lich etwas aus dem Aus­land bestel­len und dafür eine Kre­dit­kar­te benö­ti­gen. Sie über­wei­sen ein­fach den zu zah­len­den Betrag und las­sen ihn von der Kre­dit­kar­te wie­der abbu­chen.

Wert­pa­pier­de­pot

Ein Wert­pa­pier­de­pot benö­ti­gen Sie, wenn Sie bereit sind, beim Spa­ren ein gewis­ses Risi­ko ein­zu­ge­hen. Möch­ten Sie zum Bei­spiel Geld in Akti­en oder Invest­ment-Fonds anle­gen, benö­ti­gen Sie dafür ein Wert­pa­pier­de­pot. In die­sem Depot wer­den Ihre Inves­ti­tio­nen ver­wal­tet. Wert­pa­pier­de­pots kos­ten sehr wenig, man­che Ban­ken, vor allem Direkt­ban­ken, bie­ten die­se Depots auch gebüh­ren­frei an.

Wich­ti­ger als die Jah­res­ge­büh­ren sind die Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren. Nor­ma­ler­wei­se wer­den für jede Trans­ak­ti­on, also zum Bei­spiel für den Kauf oder Ver­kauf von Wert­pa­pie­ren, Gebüh­ren erho­ben. Wenn Sie viel spe­ku­lie­ren und Wert­pa­pie­re ankau­fen und schnell wie­der absto­ßen, kön­nen die­se Gebüh­ren Ihre Ren­di­te deut­lich sen­ken. Hier wäre es gut, lie­ber mehr für das Depot zu bezah­len und dafür bei den Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren zu spa­ren.

Sie kön­nen der­ar­ti­ge Inves­ti­tio­nen auch simu­lie­ren, um zu sehen, ob Sie über­haupt der Typ dafür sind. Es gibt zahl­rei­che Anbie­ter von Mus­ter­de­pots. Mit einem Mus­ter­de­pot han­deln Sie an der Bör­se wie mit einem rich­ti­gen Wert­pa­pier­de­pot. Der Unter­schied ist natür­lich, dass das Mus­ter­de­pot rein vir­tu­ell funk­tio­niert. Sie sehen alle Bör­sen­kur­se in Echt­zeit und kön­nen belie­big kau­fen und ver­kau­fen, alles mit vir­tu­el­lem Geld. Ihre Hand­lun­gen haben kei­ne Kon­se­quen­zen, Sie erwirt­schaf­ten kei­ne Gewin­ne, kön­nen aber auch kein Geld ver­lie­ren.

Sie soll­ten nur beden­ken, dass ein Mus­ter­de­pot zum Zocken ver­lei­tet, denn gibt ja kein Risi­ko, wenn man mal eben Akti­en im Wert von 5.000 Euro kauft. Im Ide­al­fall erwirt­schaf­tet man schnell einen Gewinn. Ver­liert die Aktie aber stark im Wert, macht das ja nichts, denn es war ja nicht Ihr ech­tes Geld. Sol­ches Ver­hal­ten soll­te beim rea­len Wert­pa­pier­de­pot nur mit viel Erfah­rung an den Tag gelegt wer­den, denn dort bedeu­tet ein Ver­lust den tat­säch­li­chen Ver­lust Ihres Gel­des.

Kon­to für Selbst­stän­di­ge

Als Selbst­stän­di­ger oder Frei­be­ruf­ler soll­ten Sie ein eige­nes Kon­to für Selbst­stän­di­ge ein­rich­ten. Natür­lich kön­nen Sie Ihre Geschäf­te auch über Ihr Giro­kon­to abwi­ckeln, jedoch dürf­ten Sie weder an der Buch­füh­rung noch an der Steu­er­erklä­rung Ihre Freu­de haben, da Sie sämt­li­che Kon­to­be­we­gun­gen dem geschäft­li­chen oder dem pri­va­ten Bereich zuord­nen müs­sen. Da ist es viel ein­fa­cher, für den geschäft­li­chen Zah­lungs­ver­kehr ein eige­nes Kon­to ein­zu­rich­ten.

Ein Giro­kon­to für Selbst­stän­di­ge ist gele­gent­lich auch kos­ten­los erhält­lich und für Klein­be­trie­be oder Unter­neh­mens­grün­der eine gute Wahl. Etwas teu­rer ist dage­gen das Geschäfts- oder Fir­men­kon­to. Die­ses bie­tet einen grö­ße­ren Leis­tungs­um­fang. Not­wen­dig ist es aber nur, wenn Sie die­se Leis­tun­gen auch wirk­lich nut­zen, da es den grö­ße­ren Leis­tungs­um­fang nicht kos­ten­los gibt.

Geld­an­la­ge & Vor­sor­ge

Mit einem Fest­geld- oder Tages­geld­kon­to kön­nen Sie ohne gro­ßes Risi­ko Geld spa­ren und fürs Alter vor­sor­gen. Ihr Geld ist bis zu einem Betrag von 100.000 Euro sicher. Aller­dings hat die­se Sicher­heit auch einen Nach­teil, näm­lich den, dass die Erträ­ge rela­tiv gering sind. Mit der rich­ti­gen Geld­an­la­ge kön­nen Sie mit der Zeit tat­säch­lich ein klei­nes Ver­mö­gen anhäu­fen, und das teils mit nur sehr gerin­gem Risi­ko.

Zum The­ma Geld­an­la­gen sei vor­weg gesagt, dass es kei­ne risi­ko­freie Anla­ge­form gibt. Wenn jemand eine sol­che ken­nen wür­de, wür­de er sie ver­mut­lich auch nie­man­dem ver­ra­ten. Es gibt aber Anla­ge­for­men, die ziem­lich sicher sind und in die Sie Ihr Geld auch ohne Wirt­schafts­stu­di­um anle­gen kön­nen. Aller­dings sei fest­ge­hal­ten, dass es auch hier kei­ne Garan­ti­en gibt. Jedes Invest­ment birgt immer auch ein Risi­ko, wel­ches im schlimms­ten Fall den Total­ver­lust bedeu­ten kann. Bevor Sie Ihr Geld anle­gen, infor­mie­ren Sie sich bit­te aus­führ­lich über die ein­zel­nen Anla­gen­for­men und set­zen Sie nicht alles auf eine Kar­te. Selbst eine super sicher erschei­nen­de Anla­ge kann zu Ver­lus­ten füh­ren.

Legen Sie Ihr Geld dage­gen breit gestreut an, also in unter­schied­li­che Fonds oder Anla­ge­for­men, redu­zie­ren Sie das Risi­ko, denn wenn eine Inves­ti­ti­on zu Ver­lus­ten führt, ist dies halb so schlimm, wenn fünf ande­re Inves­ti­tio­nen eine gute Ren­di­te erwirt­schaf­ten, wobei es eben auch mög­lich ist, dass alle Inves­ti­tio­nen zu Ver­lus­ten füh­ren. Das Risi­ko ist nun mal immer gege­ben. Daher emp­feh­len wir hier erneut, zunächst ein kos­ten­lo­ses Mus­ter­de­pot aus­zu­pro­bie­ren.

ETF / Index­fonds & Spar­plä­ne

ETF ist die Abkür­zung für „Exchan­ge-tra­ded fund“, also bör­sen­ge­han­del­ten Fonds. Wenn Sie in Invest­ment­fonds inves­tie­ren, inves­tie­ren und ris­kie­ren Sie damit Ihr Geld direkt. Index­fonds hin­ge­gen wer­den an der Bör­se gehan­delt. Ein Index­fonds bil­det einen Bör­sen­in­dex ab, zum Bei­spiel den DAX. Dabei han­delt es sich um ein Abbild des Fonds.

Was kom­pli­ziert klingt ist eigent­lich ganz ein­fach: Sie inves­tie­ren Ihr Geld nicht direkt in die Unter­neh­men, son­dern in den Fonds. Wenn Sie in den Index­fonds inves­tie­ren, erwer­ben Sie eine bestimm­te Men­ge Antei­le davon. Der Index­fonds selbst funk­tio­niert pas­siv, was bedeu­tet, dass kein teu­rer Fonds­ma­na­ger dahin­ter sitzt, der den Fonds aktiv managt und qua­si in Echt­zeit auf die Akti­en­kur­se reagie­ren muss.

Die Kos­ten von Inves­ti­tio­nen in Index­fonds sind daher ziem­lich gering. Auch das Risi­ko ist ver­hält­nis­mä­ßig gering. Das Anla­ge­geld des Fonds wird breit gestreut und in die dar­in ent­hal­te­nen Unter­neh­men inves­tiert. Kurz­zei­ti­ge Kurs­ein­brü­che ein­zel­ner Unter­neh­men ver­lie­ren daher in der Mas­se an Bedeu­tung.

Die Geld­an­la­ge ETF ist gut für die lang­fris­ti­ge Geld­an­la­ge geeig­net. Die bes­te Metho­de ist ein ETF-Spar­plan. Mit einem Spar­plan legen Sie regel­mä­ßig Geld an, ähn­lich wie bei einem Tages­geld­kon­to, auf wel­ches Sie monat­lich einen gewis­sen Betrag per Dau­er­auf­trag über­wei­sen.

In einen ETF zah­len Sie regel­mä­ßig immer eine fest­ge­leg­te Sum­me ein. Dadurch sind Kurs­schwan­kun­gen ein zu ver­nach­läs­si­gen­des Pro­blem. Soll­ten die Kur­se stei­gen, steigt auch der Wert eines jeden Anteils. Sinkt der Kurs, wer­den auch die Antei­le güns­ti­ger. Die regel­mä­ßi­gen Inves­ti­tio­nen füh­ren dazu, dass Sie einen Monat mal mehr und einen ande­ren Monat etwas weni­ger Antei­le erwer­ben. Im End­ef­fekt zah­len Sie einen Durch­schnitts­wert. Von daher gibt es kei­nen fal­schen Zeit­punkt, um in einen ETF zu inves­tie­ren. Kurs­ab­fäl­le kön­nen sogar posi­tiv sein, da Sie dann güns­tig Antei­le kau­fen, die bei einem spä­te­ren Anstieg im Wert stei­gen.

Sie inves­tie­ren das Geld auch in Antei­le von Antei­len. Im Klar­text bedeu­tet das, Sie müs­sen kei­ne gan­zen Antei­le zum vol­len Preis erwer­ben müs­sen. Ange­nom­men, Sie legen monat­lich 50 Euro an. Bei nied­ri­gen Kur­sen erwer­ben Sie viel­leicht 1,89 Antei­le, bei hohen Kur­sen nur 0,7. Die Antei­le wer­den sum­miert, es spielt kei­ne Rol­le, ob und wel­che Antei­le Sie zu wel­chem Preis gekauft haben. Es zählt stets der aktu­el­le Bör­sen­wert des Fonds. Ihre Antei­le ent­sprä­chen nach den bei­den ers­ten Käu­fen folg­lich 2,59 Tei­le zum aktu­el­len Fonds­wert.

Vie­le Ban­ken, vor allem Direkt­ban­ken, bie­ten Fonds­spar­plä­ne an. Sie kön­nen zwi­schen vie­len unter­schied­li­chen Spar­plä­nen wäh­len und natür­lich auch in meh­re­re ETF inves­tie­ren, um das Risi­ko noch brei­ter zu streu­en. Man­che Ban­ken bie­ten auch kos­ten­lo­se Spar­plä­ne an, was bedeu­tet, dass kei­ne Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren anfal­len. Even­tu­el­le Gebüh­ren sind hier in der Regel recht nied­ri­ge Fix­ge­büh­ren. Dadurch ist es egal, wie viel Geld Sie inves­tie­ren, es wird immer nur die­se Gebühr berech­net. Bei ande­ren Fonds berech­nen die Ban­ken meist eine antei­li­ge Gebühr, sodass die Gebüh­ren stei­gen, je mehr Geld Sie anla­gen möch­ten.

Beson­ders gut als Geld­an­la­ge geeig­net sind die­se Index­fonds auch, da sie voll­kom­men fle­xi­bel sind. Die Spar­ra­ten kön­nen online stets geän­dert wer­den. Ver­schlech­tert sich Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on, kön­nen Sie die Spar­ra­ten ver­rin­gern oder aus­set­zen. Ver­bes­sert sie sich, kön­nen Sie auch Ihre Spar­ra­ten erhö­hen.

Außer­dem ist das Geld nicht im eigent­li­chen Sin­ne fest ange­legt. Sie müs­sen sich nicht lang­fris­tig fest­le­gen, son­dern kön­nen jeder­zeit zusätz­li­che Antei­le kau­fen oder eige­ne Antei­le wie­der ver­kau­fen. Somit kön­nen Sie wann immer Sie wol­len Geld aus dem Fonds abzie­hen. Die Order wird in der Regel gleich gül­tig, sodass Sie nicht wochen­lang auf das Geld war­ten müs­sen. Übli­cher­wei­se ist das Geld inner­halb von zwei Werk­ta­gen auf dem Depot­kon­to ver­füg­bar.

Eine Emp­feh­lung sind the­sau­rie­ren­de Index­fonds. The­sau­rie­rend bedeu­tet, dass sämt­li­che Gewin­ne aus dem Fonds direkt wie­der inves­tiert wer­den. Es wer­den dadurch näm­lich kei­ne neu­en Antei­le erschaf­fen, son­dern die Antei­le stei­gen im Wert, da ja das Gesamt­ver­mö­gen des Fonds steigt. Mit der Zeit stellt sich zudem ein Zin­ses­zins-Effekt ein und Ihre Antei­le stei­gen auto­ma­tisch im Wert (oder sin­ken, wenn der Wert des Fonds dau­er­haft nach unten rutscht).

Edel­me­tal­le wie Gold, Sil­ber oder Pla­tin

Gold gilt seit jeher als die soli­des­te Wäh­rung der Welt. Gold war nicht nur in der Anti­ke als Zah­lungs­mit­tel heiß begehrt, auch heu­te noch ist die Fas­zi­na­ti­on, wel­che das glän­zen­de Edel­me­tall aus­strahlt, unge­bro­chen. In der moder­nen Zeit lässt sich nach wie vor beob­ach­ten, wie die Gold­an­käu­fe stei­gen, wenn es an den Bör­sen heiß her geht. Gold ist daher nach wie vor eine der sichers­ten Kri­sen­wäh­run­gen, die es gibt.

Der Vor­teil von Gold ist, dass es als rea­les Zah­lungs­mit­tel ver­wen­det wer­den kann. Anders als bei Akti­en oder Fonds erste­hen Sie mit dem Kauf von Gold einen phy­si­schen Gegen­wert. Der Preis ori­en­tiert sich natür­lich an Ange­bot und Nach­fra­ge und ist daher markt­üb­li­chen Schwan­kun­gen unter­wor­fen. Im Gegen­satz zu einem Unter­neh­men kann Gold jedoch nicht plei­te­ge­hen. Gold ist und bleibt immer da. Inves­tier­tes Geld ist nur ver­lo­ren, wenn die Mensch­heit das Inter­es­se an Gold ver­liert.

Das ist aller­dings sehr unwahr­schein­lich, denn Gold ist eine begrenz­te Res­sour­ce, wel­che immer schwie­ri­ger zu för­dern ist, da sich die bekann­ten gro­ßen Vor­kom­men dem Ende zunei­gen. Und was immer sel­te­ner wird, wird immer begehr­ter, vor allem, da es nicht nur schön anzu­se­hen ist, son­dern auch in der Indus­trie drin­gend benö­tigt wird.

In der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit konn­te man beob­ach­ten, dass das Inter­es­se an Gold als Kri­sen­wäh­rung eher steigt als sinkt. Bei­spie­le sind die Wahl von Donald Trump zum Prä­si­den­ten der USA oder die Wahl­kampf­pha­se zur Bre­x­it-Abstim­mung. Welt­weit haben Inves­to­ren Geld von den Bör­sen abge­zo­gen und es in Gold ange­legt.

Ihr Geld kön­nen Sie ganz ein­fach in Gold anle­gen. Klas­si­sche Anla­ge­pro­duk­te sind Gold­mün­zen und Gold­bar­ren. Bei­des kön­nen Sie bei zer­ti­fi­zier­ten Händ­lern und online erwer­ben. Sie müs­sen nur unbe­dingt die Serio­si­tät des Anbie­ters prü­fen. Ein loka­ler Händ­ler soll­te zum Bei­spiel ein Mit­glied des Berufs­ver­bands des deut­schen Münz­fach­han­dels E.V. oder eines ver­gleich­ba­ren Berufs­ver­bands ist.

Online kön­nen Sie Gold eben­falls erwer­ben. Wich­ti­ge Aspek­te, um einen guten Online-Shop zu erken­nen, sind Zer­ti­fi­ka­te wie TÜV oder Trusted-Shops, meh­re­re Zah­lungs­me­tho­den, leicht auf­find­ba­res Impres­sum inkl. AGBs, tele­fo­ni­sche Bera­tung, meh­re­re Zah­lungs­me­tho­den, ein gro­ßes Ange­bot lie­fer­ba­rer Mün­zen und Bar­ren sowie eine regel­mä­ßi­ge Preis­ak­tua­li­sie­rung. Idea­ler­wei­se soll­te es sich um Rein­gold han­deln, also Gold mit einem Rein­heits­grad von min­des­tens 999/1000.

Wenn Sie Gold wie­der ver­kau­fen möch­ten, erhal­ten Sie den aktu­el­len Markt­wert des Gol­des. Hier­bei geht es nach Gewicht und Rein­heit. Wenn Sie nicht gera­de eine sel­te­ne Mün­ze in her­vor­ra­gen­dem Zustand ver­kau­fen, spielt der ide­el­le Wert kei­ne Rol­le. Samm­ler zah­len für so etwas ger­ne mehr als den Markt­preis, aber so einen Käu­fer müs­sen Sie erst­mal fin­den. Das bedeu­tet auch, dass Sie nicht unbe­dingt gleich reich sind, wenn Sie viel­leicht schö­nen Schmuck aus Echt­gold von Ihrer Groß­mutter geerbt haben. Der Gold­an­käu­fer wird die Rein­heit und das Gewicht des Gol­des bestim­men und den aktu­el­len Ankaufs­preis bezah­len. Die Geschich­te und die Form des Gol­des sind in so einem Fall für den Käu­fer irrele­vant.

Da die Münz­prä­gung teu­rer ist als die Pro­duk­ti­on von Gold­bar­ren, bekom­men Sie bei Mün­zen für das glei­che Geld weni­ger Gold als bei Bar­ren. Bei Gold­bar­ren gilt, dass klei­ne­re Bar­ren vom Gewicht her teu­rer sind als gro­ße Bar­ren, da es schließ­lich einen grö­ße­ren Auf­wand bedeu­tet, zehn klei­ne Bar­ren her­zu­stel­len als einen gro­ßen.

Mit einer schö­nen Münz­samm­lung haben Sie aber mehr fürs Auge. Es ist doch ein­fach schön, sich die Münz­samm­lung immer wie­der anzu­se­hen und mit Nach­käu­fen zu ver­grö­ßern. Sie soll­ten dabei aber in jedem Fall mit Ihrer Haus­rat­ver­si­che­rung in Kon­takt tre­ten. Bei einer ein­zi­gen klei­nen Mün­ze wird es wahr­schein­lich kei­ne Pro­ble­me geben, aber eine Samm­lung meh­re­rer Mün­zen müs­sen Sie anmel­den und ggf. einen ent­spre­chend höhe­ren Bei­trag zah­len, ansons­ten ste­hen Sie nach einem Ein­bruch­dieb­stahl im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes mit lee­ren Hän­den da.

Eben­so ver­hält es sich mit ande­ren Edel­me­tal­len wie Sil­ber oder Pla­tin. Sil­ber ist, wie auch Pla­tin, sehr begehrt, auch in der Indus­trie. Genau wie Gold sind die Sil­ber­vor­kom­men auf der Erde begrenzt. Sil­ber hat den Vor­teil, dass es güns­ti­ger ist als Gold. Wenn Sie eine wert­vol­le Münz­samm­lung anle­gen möch­ten, bekom­men Sie für das glei­che Geld deut­lich mehr Sil­ber- als Gold­mün­zen.

Alter­na­ti­ve Geld­an­la­gen

Haben Sie eine beson­de­re Lei­den­schaft? Viel­leicht kön­nen Sie damit sogar fürs Alter vor­sor­gen. Gemeint sind alter­na­ti­ve Geld­an­la­gen wie Wein, Uhren, Whis­ky oder Comics. Sol­che Geld­an­la­gen sind etwas für Ken­ner und Lieb­ha­ber des Fachs. Wenn Sie sich mit Vor­lie­be für Wein inter­es­sie­ren, gemeint ist damit nicht die rei­ne Funk­ti­on als Getränk, son­dern die Geschich­te, Her­kunft, die ver­schie­de­nen Wein­sor­ten etc., kön­nen Sie Ihre Lei­den­schaft als Geld­an­la­ge nut­zen.

So man­cher Wein erzielt Prei­se, bei denen ein Nor­mal­ver­die­ner nur noch irri­tiert mit den Ohren schla­ckert. Tat­säch­lich stei­gen gute Wei­ne nicht sel­ten sogar ziem­lich schnell an Wert. Das bedeu­tet nun nicht, dass Sie in den nächs­ten Super­markt fah­ren soll­ten, um ein paar Kis­ten Wein zu kau­fen, damit Sie sich im Alter kei­ne finan­zi­el­len Sor­gen zu machen brau­chen. Her­aus­zu­fin­den, wel­che Wei­ne wert­voll wer­den kön­nen, ist eine klei­ne Kunst und kann für Lieb­ha­ber äußerst inter­es­sant sein.

Wein ist ein Pro­dukt, des­sen Qua­li­tät sich stän­dig ändert. Jeder Jahr­gang eines Weins schmeckt unter­schied­lich, selbst wenn die Trau­ben aus ein und dem­sel­ben Wein­gut stam­men. Gute Jahr­gän­ge kön­nen gutes Geld brin­gen. Ein Vor­teil von Wein als Kon­sum­gut ist, dass es mit der Zeit immer weni­ger Fla­schen davon gibt. Wein kann näm­lich aus genann­ten Grün­den nicht nach­pro­du­ziert wer­den. Sind die Trau­ben ein­mal auf­ge­braucht und die letz­te Fla­sche abge­füllt, kann neu­er Wein nur aus neu­en Trau­ben her­ge­stellt wer­den, und die­se schme­cken nun mal etwas anders als die des Vor­jah­res.

Ähn­lich ist es auch mit Whis­ky oder Whis­key. Die Schreib­wei­se ist übri­gens lan­des­ab­hän­gig. Ent­hält der Lan­des­na­me in Lan­des­spra­che den Buch­sta­ben „e“, wird „Whis­key“ ver­wen­det. Ande­ren­falls wird das edle Getränk „Whis­ky“ genannt. Wenn Sie beim nächs­ten Ein­kauf viel­leicht deut­schen „Whis­ky“ sehen, zögern Sie bit­te mit einem Kor­rek­tur­auf­ruf, denn wie so oft in der Geschich­te, gibt es einen deut­schen Son­der­weg. In Deutsch­land wird aus­nahms­wei­se trotz des „e“ „Whis­ky“ ver­wen­det.

Wein und Whis­ky ver­lie­ren nicht an Wert, denn es gibt immer nur eine begrenz­te Men­ge und man hat einen phy­si­schen Gegen­wert in der Hand. Eine Garan­tie für eine Wert­stei­ge­rung gibt es aber auch nicht. Soll­te ein edler Trop­fen auch nach Jah­ren nicht teu­rer ver­kauft wer­den kön­nen, kann man sich immer noch einen schö­nen Abend berei­ten und das Getränk in Ruhe mit Freun­den genie­ßen.

Wei­te­re alter­na­ti­ve Wert­an­la­gen sind zum Bei­spiel Comics, Snea­ker oder Schall­plat­ten. Eigent­lich kann man mit allem, was es nur begrenzt gibt, eine Art der Alters­vor­sor­ge auf­bau­en. Aller­dings ist das Risi­ko so hoch, dass es sich nur für abso­lu­te Ken­ner eig­net. Wer sich aber als sol­cher bezeich­net und ein Lieb­ha­ber der Sache ist, kann ver­su­chen, aus sei­nem Hob­by irgend­wann Kapi­tal zu schla­gen. Zur Absi­che­rung im Sin­ne einer Alters­vor­sor­ge sind sol­che alter­na­ti­ven Geld­an­la­ge­mög­lich­kei­ten nicht zu emp­feh­len. Hier­für soll­ten Sie sich eher an die risi­ko­är­me­ren Geld­an­la­gen mit kal­ku­lier­ba­re­ren Risi­ken hal­ten.

Kre­dit­ver­ga­be an Pri­vat­per­so­nen

Ken­nen Sie Kre­dit­por­ta­le wie Sma­va oder aux­mo­ney? Auf sol­chen Por­ta­len kön­nen Men­schen selbst dann Kre­di­te auf­neh­men, wenn sie von der Bank kei­nen Kre­dit oder einen zu sehr schlech­ten Kon­di­tio­nen bekom­men wür­den. Das Geld wird von Pri­vat­per­so­nen zur Ver­fü­gung gestellt. Im Umkehr­schluss bedeu­tet das, dass Sie Kre­di­te an Pri­vat­per­so­nen ver­ge­ben kön­nen.

Jetzt den­ken Sie sich mög­li­cher­wei­se etwas wie „War­um soll­te ich jeman­dem Geld lei­hen, dem nicht mal eine Bank Geld leiht?“. Die Fra­ge ist natür­lich berech­tigt, die Beden­ken schwin­den aber meist schnell, wenn man sich mit dem Sys­tem befasst. Als Kre­dit­neh­mer mel­den sich die Nut­zer bei dem Por­tal an. Das Por­tal prüft die finan­zi­el­le Situa­ti­on der Inter­es­sen­ten. Man­che Per­so­nen bekom­men zum Bei­spiel ein­fach kei­nen Kre­dit, weil sie einen alten nega­ti­ven Schufa-Ein­trag haben, ansons­ten aber eine sehr gute Boni­tät haben.

Die Por­ta­le ermit­teln das Risi­ko anhand der aktu­el­len Wer­te. So müs­sen Kre­dit­neh­mer ihr Ein­kom­men nach­wei­sen und eine Ein­nah­men-Aus­ga­ben-Rech­nung vor­le­gen. Hin­zu kommt, dass ein deut­sches Giro­kon­to eben­so exis­tie­ren muss wie ein Haupt­wohn­sitz in Deutsch­land. Zu Ihrer Sicher­heit und der des Kre­dit­neh­mers, kön­nen kei­ne Kre­di­te auf­ge­nom­men wer­den, bei denen die Til­gungs­ra­ten nicht auf­zu­brin­gen wären. Wer bilanz­be­rei­nigt pro Monat 100 Euro über hat, kann kei­nen Kre­dit mit einer Rate von mehr als 100 Euro auf­neh­men. Um ein wenig Spiel­raum zu las­sen liegt die maxi­ma­le Rate in die­sem Fall übli­cher­wei­se bei weni­ger als 100 Euro.

Die ange­mel­de­ten Kre­dit­neh­mer kön­nen auf dem zuge­hö­ri­gen Kre­dit­markt­platz ihre Kre­dit­wün­sche ein­stel­len. So ist es denk­bar, dass jemand eine Anfra­ge erstellt wel­che lau­tet „Benö­ti­ge 3.000 Euro um den Fuhr­park mei­nes Male­rei­be­triebs zu erwei­tern“.

Wenn Sie sich an einem Kre­dit betei­li­gen möch­ten, regis­trie­ren Sie sich als Kre­dit­ge­ber. Dazu müs­sen Sie ein Anle­ger­kon­to bei der Part­ner­bank der Ver­mitt­lungs­platt­form ein­rich­ten, was übli­cher­wei­se kom­plett gebüh­ren­frei ist. Auf die­ses Kon­to über­wei­sen Sie den Betrag, den Sie inves­tie­ren möch­ten. Der Clou ist, dass Sie nicht gezwun­gen sind, einen Kre­dit allei­ne zu finan­zie­ren. Wenn Sie zum Bei­spiel 100 Euro auf das Anla­ge­kon­to ein­zah­len, kön­nen Sie das Geld in klei­nen Schrit­ten frei ver­tei­len. Sie kön­nen die gan­zen 100 Euro in einen Kre­dit inves­tie­ren oder aber auch 50 Euro in einen Kre­dit und je 25 Euro in zwei wei­te­re.

Das gibt Ihnen die Mög­lich­keit, das Risi­ko breit zu streu­en. Ange­nom­men, Sie betei­li­gen sich mit 50 Euro an dem Kre­dit­wunsch des Maler­meis­ters. Dann wird die­ser Betrag auf Ihrem Anle­ger­kon­to ein­ge­fro­ren. Kom­men die 3.000 Euro in einem bestimm­ten Zeit­raum zusam­men, zieht die Bank das Geld ein und über­weist dem Kre­dit­neh­mer die gewünsch­te Sum­me. Soll­te das Geld nicht zusam­men­kom­men, wird der Betrag wie­der frei­ge­ge­ben und kann ander­wei­tig ange­legt wer­den.

Vor­teil­haft ist für den Kre­dit­neh­mer, dass er sicher sein kann, dass er das zuge­sag­te Geld auch wirk­lich bekommt. Für Sie als Kre­dit­ge­ber hat das den Vor­teil, dass Sie nicht zu viel ver­spre­chen kön­nen, indem Sie ver­se­hent­lich mehr Geld inves­tie­ren, als sie tat­säch­lich haben. Der Kre­dit wird über die Part­ner­bank des jewei­li­gen Por­tals abge­wi­ckelt. Der Kre­dit­neh­mer bezahlt sei­ne Til­gungs­ra­ten an die Bank zurück, selbst­ver­ständ­lich inklu­si­ve Zin­sen.

Sie selbst müs­sen sich um nichts wei­ter küm­mern. Sobald eine Rate bezahlt wird, teilt die Bank das Geld anteils­mä­ßig auf die Kre­dit­ge­ber auf und über­weist es auf die jewei­li­gen Anla­ge­kon­ten. Sie bekom­men dem­nach ab der ers­ten Rate regel­mä­ßig Geld samt Zin­sen zurück und müs­sen nicht war­ten, bis der Kre­dit abge­zahlt ist. Recht­lich ver­hält es sich damit wie bei einem nor­ma­len Bank­kre­dit. Fal­len Zah­lun­gen aus, gibt es ein Mahn­ver­fah­ren. Soll­ten die Raten nicht geleis­tet wer­den, wird der rest­li­che Kre­dit­be­trag an ein Inkas­so­un­ter­neh­men ver­kauft, wel­ches sich um die Ein­trei­bung küm­mert. In die­sem Fall bekom­men Sie Ihren Anteil an der Ver­kaufs­sum­me aus­ge­zahlt.

Wei­ter­hin ist für bei­de Sei­ten posi­tiv, dass nur das Por­tal weiß, wer sich das Geld leiht und wer es gibt. Kre­dit­neh­mer und Geld­ge­ber sind gegen­sei­tig kom­plett anonym. Sie sehen nur grund­le­gen­de Daten wie den Kre­dit­wunsch, die gewünsch­ten Kon­di­tio­nen und die Risi­ko­ein­stu­fung des Kre­dit­neh­mers. Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten wie Adres­se, Tele­fon­num­mer, Name oder Email-Adres­se blei­ben anonym. Dadurch ist es nicht mög­lich, dass ein Kre­dit­neh­mer auf Sie zukommt, um nach­zu­ver­han­deln. Posi­tiv für ihn ist, dass Sie Ihren Anteil nicht sofort zurück­for­dern kön­nen. Die Kre­dit­kon­di­tio­nen sind für bei­de Sei­ten dau­er­haft bin­dend. Falls der Kre­dit­neh­mer sei­ne Rest­schuld mit einer Ein­mal­zah­lung begleicht, bekom­men Sie natür­lich ent­spre­chend Ihren Anteil inklu­si­ve Zin­sen direkt wei­ter­ge­lei­tet.

Die meis­ten die­ser Por­ta­le ver­fü­gen über eine Mög­lich­keit der auto­ma­ti­schen Geld­an­la­ge. Sie kön­nen Ihr Geld somit wie mit einem Spar­plan anle­gen, indem Sie regel­mä­ßig Geld auf das Anla­ge­kon­to über­wei­sen. Die Soft­ware über­nimmt für Sie die Kre­dit­ver­ga­be, wobei Sie natür­lich ein­stel­len kön­nen, in wel­che Kre­di­te auto­ma­tisch inves­tiert wer­den soll. Sie kön­nen also zum Bei­spiel ein­stel­len, dass kein Geld für Kre­di­te ab einer bestimm­ten Risi­ko­klas­se bereit­ge­stellt wird.

Schön hier­an ist, dass auch ein­ge­nom­me­nes Geld gleich wie­der ange­legt wer­den kann. Wenn Sie bei­spiels­wei­se ange­ben, dass Sie auto­ma­tisch 25 Euro für Kre­di­te einer bestimm­ten Risi­ko­klas­se oder mit einer gewis­sen Maxi­mal­hö­he anle­gen möch­ten, erle­digt die Soft­ware das auto­ma­tisch auch mit dem ein­ge­nom­me­nen Geld aus den Til­gungs­ra­ten. Sie kön­nen nur das Geld ver­lie­ren, wel­ches Sie in die jewei­li­gen Kre­di­te inves­tiert haben. Soll­ten Sie die Über­wei­sun­gen stop­pen, wird die Soft­ware das Kon­to nicht über­zie­hen, son­dern wei­ter­hin nur mit dem Geld arbei­ten, wel­ches dar­auf vor­han­den ist.

Auto­ma­tisch spa­ren: Ver­mö­gen auf­bau­en, ganz neben­bei

Was Sie hier zu lesen bekom­men wird kein lee­res Ver­spre­chen sein nach dem Mot­to „leh­nen Sie sich zurück und in ein paar Jah­ren sind Sie reich“. An die­ser Stel­le geht es um Tipps, mit dem Sie im All­tag ganz neben­bei Geld spa­ren kön­nen. Gemeint ist nicht Geld spa­ren im Sin­ne von Haus­mar­ken-Cola statt Coke, Pep­si, Sinal­co und Co zu kau­fen. Dass Sie mit Ver­zicht auf Mar­ken­pro­duk­te Geld spa­ren kön­nen, wis­sen Sie ja mit Sicher­heit.

Hier geht es dar­um, immer wie­der Klein­be­trä­ge anzu­spa­ren oder ein­fa­che Spar­plä­ne ein­zu­rich­ten. Die meis­ten Men­schen möch­ten ja spa­ren, aber es fehlt dann irgend­wie doch der Elan, sich hin­zu­set­zen und einen Ver­mö­gens­plan zu erstel­len. Mit den nach­fol­gen­den Tipps und Tricks geht das ganz ein­fach. Neh­men Sie sich doch ein­fach vor, den nächs­ten ver­reg­ne­ten Sonn­tag­nach­mit­tag dafür zu nut­zen. Län­ger wer­den Sie bestimmt nicht brau­chen.

Der ers­te Tipp lau­tet „auf­run­den bit­te“. Sie ken­nen das Prin­zip viel­leicht von der Super­markt­kas­se. Wenn das Geschäft an dem Pro­gramm teil­nimmt, wird die Sum­me Ihres Ein­kaufs auf die nächs­ten 10 bis 50 Cent auf­ge­run­det und die­ses Geld geht an Bedürf­ti­ge und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen. Mög­li­cher­wei­se bie­tet Ihre Bank eine Finanz­soft­ware. Ansons­ten kön­nen Sie sicher auch eine unab­hän­gi­ge Finanz­soft­ware ver­wen­den. Der Tipp geht so:

Sie legen in der Soft­ware fest, wie viel Sie auf­run­den möch­ten, zum Bei­spiel auf den nächs­ten glat­ten Euro­be­trag oder auf die nächs­ten fünf Euro. Wenn Sie dann etwas mit Ihrer EC-Kar­te bezah­len, über­weist die Soft­ware den Rest­be­trag auto­ma­tisch auf ein Kon­to Ihrer Wahl, bei­spiels­wei­se Ihr kos­ten­lo­ses Tages­geld­kon­to. Sie kau­fen für 13,60 Euro ein. Abge­bucht wer­den zum Bei­spiel 15 Euro, von denen die übri­gen 1,40 Euro auf Ihrem Tages­geld­kon­to lan­den.

1,40 Euro ist nun kei­ne Sum­me die schmerzt, aber auch kei­ne, die sich als Vor­sor­ge eig­net. Nun nut­zen Sie Ihre EC-Kar­te ja regel­mä­ßig für all­täg­li­che Ein­käu­fe und so wei­ter. Wenn jedes Mal nur ein klei­ner Betrag abge­zwackt wird, kommt in weni­gen Mona­ten bereits ein nen­nens­wer­ter Betrag zusam­men. Die­se Sum­me ver­grö­ßert sich mit jeder Zah­lung und Zin­sen bekom­men Sie auf das Geld auch noch. In ein paar Jah­ren kön­nen so locker meh­re­re Tau­send Euro zusam­men­kom­men.

Ver­zet­teln kön­nen Sie sich damit nicht, denn soll­te es doch mal zu knapp wer­den mit dem Geld, kom­men Sie an Ihr gespar­tes Geld jeder­zeit ran. Sie soll­ten auch ver­fü­gen kön­nen, dass die Spar­au­to­ma­tik nur bis zu einem bestimm­ten Betrag aktiv ist. Sind bei­spiels­wei­se nur noch 200 Euro auf Ihrem Kon­to, zah­len Sie nur noch den tat­säch­li­chen Betrag und kei­nen Cent auf Ihr Tages­geld­kon­to.

Eine wei­te­re gute Idee ist, über­schüs­si­ges Geld auto­ma­tisch auf ein Spar­kon­to zu über­wei­sen. Neh­men wir ein­fach mal einen Betrag von 200 Euro. Die­sen möch­ten Sie am Ende jedes Monats min­des­tens auf Ihrem Kon­to haben. Defi­nie­ren Sie dies als Unter­gren­ze, kön­nen Sie mit der rich­ti­gen Soft­ware ein­rich­ten, dass am letz­ten Tag des Monats das gesam­te Geld auf ein Spar­kon­to über­wie­sen wird, natür­lich abge­se­hen von den 200 Euro. Ist am Monats­en­de weni­ger Geld drauf, pas­siert nichts. Sind aber noch 300 Euro drauf, legen Sie die 100 Euro auto­ma­tisch an.

Das hat auch einen psy­cho­lo­gi­schen Effekt, denn Sie begin­nen den Monat stets mit einem Maxi­mal­be­trag, näm­lich Ihrem Ein­kom­men plus maxi­mal 200 Euro. Dadurch leben Sie auto­ma­tisch spar­sa­mer, denn Sie den­ken bestimmt zwei­mal drü­ber nach, bevor Sie etwas kau­fen, was Sie eigent­lich gar nicht zwin­gend benö­ti­gen. Der bekann­te Effekt „Ach die­sen Monat ist ja noch so viel übrig, dann kauf ich mir nächs­ten Monat ein­fach mal Pro­dukt XY“ bekommt einen kla­ren Dämp­fer. Müs­sen Sie sich das Geld erst vom Tages­geld­kon­to auf Ihr Giro­kon­to über­wei­sen, über­le­gen Sie es sich noch­mal, ob Sie das Pro­dukt wirk­lich haben möch­ten, oder ob es sich nur um einen mög­li­chen Impuls­kauf han­deln wür­de.

Bei­de Tipps las­sen sich her­vor­ra­gend mit zuvor genann­ten Vor­sor­ge­mög­lich­kei­ten kom­bi­nie­ren. Wenn Sie Ihr gespar­tes Geld breit streu­en, kön­nen Sie viel­leicht eine noch höhe­re Ren­di­te erzie­len. Las­sen Sie ihr „über­schüs­si­ges“ Geld aus dem vor­he­ri­gen Bei­spiel doch ein­fach ver­tei­len. Beträ­ge bis zu einer bestimm­ten Höhe lan­den auf dem Tages­geld­kon­to. Alles was dar­über hin­aus­geht, kann auto­ma­tisch auf ein Anla­ge­kon­to oder in einen ETF inves­tiert wer­den.

Einer­seits kann jede Anla­ge­mög­lich­keit flop­pen und zu Ver­lus­ten füh­ren. Ande­rer­seits gibt es mehr Ren­di­te, wenn alle Anla­gen gut lau­fen und soll­te nur eine nicht so gut lau­fen, blei­ben immer noch die Gewin­ne der ande­ren Anla­gen.

Doch egal wie breit Sie das Risi­ko streu­en, Ver­lus­te sind immer mög­lich. Die hier genann­ten Anla­ge­mög­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel der Index­fonds­spar­plan, sind für die lang­fris­ti­ge Geld­an­la­ge gedacht. Das Risi­ko ist ver­hält­nis­mä­ßig gering, aber es ist defi­ni­tiv da. Wenn Sie Ihr Geld anle­gen, han­deln Sie auf eige­ne Gefahr. Sie soll­ten sich auch nie­mals blind auf Tipps ver­las­sen. Der Finanz­markt ist unvor­her­seh­bar. Auch mit sorg­fäl­tig aus­ge­such­ten Plä­nen kom­men Sie nicht umhin, Ihre Finan­zen stets im Blick zu behal­ten. Sie soll­ten die Ent­wick­lun­gen regel­mä­ßig, ein­mal im Monat oder Quar­tal, aus­wer­ten und wenn nötig, ent­spre­chend reagie­ren.