Strom­an­bie­ter wech­seln

Strom­ver­gleich, ein­fach & schnell. Tra­gen Sie ein­fach Ihre gewünsch­ten Daten wie z.B. Kilo­watt­stun­de (kWh) ein und schon lässt sich der umfas­sen­de Strom­ver­gleich mit den ver­schie­dens­ten Anbie­tern star­ten. Möch­ten Sie nur Öko­strom haben, ist auch dies mit weni­gen Klicks mög­lich. Bei unse­rem Part­ner oekostrom.net fin­den Sie zudem die unter­schied­li­chen Öko­strom­an­bie­ter aus­führ­lich beschrie­ben und vor­ge­stellt.

War­um den Strom­an­bie­ter wech­seln?

Grün­de, den Strom­an­bie­ter zu wech­seln, gibt es vie­le. Ein Grund ist viel­leicht, die Ener­gie­wen­de unter­stüt­zen zu wol­len, indem man zu einem Anbie­ter von Öko­strom wech­selt. In den meis­ten Fäl­len geht es jedoch um die Strom­rech­nung und es ist nicht so, als ob man bei­des nicht kom­bi­nie­ren könn­te.

Ein gro­ßer Teil der Bevöl­ke­rung zahlt immer noch viel zu viel Geld für sei­nen Haus­halts­strom. Das liegt meis­tens dar­an, dass man sich zwar jähr­lich über die Strom­rech­nung ärgert, das The­ma danach aber direkt wie­der ver­gisst.

Meis­tens ist ein Strom­ver­trag etwas, das man abschließt und es dann ruhen lässt. Wenn die Strom­ver­sor­gung funk­tio­niert, funk­tio­niert sie eben. Es gibt nichts zu opti­mie­ren, wie bei­spiels­wei­se eine schnel­le­re Inter­net­ver­bin­dung oder mehr Fern­seh­sen­der zum glei­chen Preis. Da man kei­ne akti­ven Vor­tei­le nut­zen kann, ver­schwen­det man oft kei­nen Gedan­ken mehr an den Strom­ta­rif.

Dabei kann sich ein Wech­sel durch­aus loh­nen. Der Strom­preis schwankt stän­dig, aller­dings geht der Trend seit vie­len Jah­ren nur noch nach oben. Wenn Sie vor 10 Jah­ren einen Strom­ver­trag abge­schlos­sen haben, sind die dar­in ver­ein­bar­ten Kos­ten pro Kilo­watt­stun­de im Ver­gleich zu jetzt wahr­schein­lich deut­lich nied­ri­ger. Ein Wech­sel wür­de alles doch nur teu­rer machen, oder?

Falsch gedacht, denn die Strom­prei­se wer­den regel­mä­ßig ange­passt, sodass Sie jetzt viel mehr für Ihren Strom zah­len als noch vor 10 Jah­ren. Mitt­ler­wei­le gibt es sehr vie­le unter­schied­li­che Anbie­ter und Tari­fe auf dem Markt, mit denen so alte Ver­trä­ge meist nicht mehr mit­hal­ten kön­nen. Ein Wech­sel des Strom­an­bie­ters kann meh­re­re hun­dert Euro im Jahr spa­ren und das ganz ohne Risi­ko.

Wie fin­de ich den bes­ten Strom­an­bie­ter?

Den bes­ten Strom­an­bie­ter gibt es nicht, zumin­dest kann man das nicht pau­schal beant­wor­ten, denn jeder Mensch hat ande­re Ansprü­che an sei­nen Ener­gie­ver­sor­ger. Einen guten Über­blick bie­ten aber stets Ver­gleichs­rech­ner im Inter­net. Sol­che Rech­ner ver­glei­chen die Tari­fe der meis­ten Anbie­ter. Soll­te sich ein Ver­sor­ger wei­gern, in einem Ver­gleichs­rech­ner gelis­tet zu wer­den, erscheint er dort auch nicht. Wenn nach­fol­gend von „dem bes­ten Anbie­ter“ oder „dem bes­ten Tarif“ gespro­chen wird, bezieht sich das immer nur auf die Tari­fe, die in dem jewei­li­gen Ver­gleichs­rech­ner ver­füg­bar sind. Es bedeu­tet nicht, dass es sich um den abso­lut bes­ten oder güns­tigs­ten Anbie­ter bzw. Tarif han­delt, den es über­haupt geben kann.

Zunächst sei fest­ge­hal­ten: Wenn Sie einen Strom­ver­gleich durch­füh­ren, ist die­ser für Sie kos­ten­los. Seriö­se Anbie­ter ver­die­nen ihr Geld mit Wer­bung und Pro­vi­sio­nen der Strom­ver­sor­ger. Sie als Kun­de zah­len für einen Ver­gleich nichts. Soll­te jemand von Ihnen Geld für die Nut­zung eines Strom­rech­ners oder für die Ver­mitt­lung eines neu­en Strom­ta­rifs ver­lan­gen, suchen Sie sich bit­te umge­hend einen ande­ren Ver­gleichs­rech­ner. Die ein­zi­gen Kos­ten, die Ihnen ent­ste­hen dür­fen, sind Por­to­kos­ten, falls Sie den unter­schrie­be­nen Ver­trag oder sons­ti­ge Doku­men­te pos­ta­lisch an den neu­en Anbie­ter schi­cken müs­sen.

Gro­ße Ver­gleichs­por­ta­le wie zum Bei­spiel veri­vox oder check24 bie­ten Ihnen die Mög­lich­keit, ein Kun­den­kon­to zu eröff­nen. Die­ses kos­tet nichts und dient der Kun­den­bin­dung bzw. Ihrer Über­sicht, denn die Ver­gleichs­por­ta­le bie­ten nicht nur Strom­ver­glei­che an, son­dern auch Ver­si­che­run­gen, Kre­di­te, Inter­net­an­schlüs­se und so wei­ter. Wenn Sie ein Kon­to erstel­len, kön­nen Sie Ihre Ver­trä­ge dort über­sicht­lich ver­wal­ten. Sie kön­nen ein Kun­den­kon­to eröff­nen, sind aber kei­nes­wegs dazu gezwun­gen. Die eigent­li­chen Ver­trä­ge wer­den nicht mit dem Por­tal abge­schlos­sen, son­dern direkt mit dem Anbie­ter.

Um Strom­ta­ri­fe im Inter­net zu ver­glei­chen, wer­den nur weni­ge Daten benö­tigt. In der Regel ist dies Ihre Post­leit­zahl, damit nur Tari­fe ange­zeigt wer­den, die in Ihrer Regi­on ver­füg­bar sind, sowie Ihr Jah­res­ver­brauch. Die­sen ent­neh­men Sie Ihrer letz­ten Jah­res­end­ab­rech­nung. Soll­ten Sie kei­ne haben, weil Sie z.B. gera­de in Ihre ers­te eige­ne Woh­nung zie­hen, fin­den Sie dort auch Richt­wer­te, wel­che Sie für den Ver­gleich nut­zen kön­nen. Außer­dem kön­nen Sie ange­ben, ob Sie nur Öko­strom­ta­ri­fe ange­zeigt bekom­men möch­ten und ob mög­li­che Wech­sel- oder Neu­kun­den­bo­ni mit ein­be­rech­net wer­den sol­len.

Wenn Sie die­se Daten ein­ge­ge­ben haben, wird Ihnen eine Über­sicht aller infra­ge kom­men­den Ange­bo­te ange­zeigt. Meis­tens kön­nen Sie auch ihren aktu­el­len Strom­an­bie­ter samt Tarif ange­ben. Dann wird Ihnen nicht nur der Strom­preis der jewei­li­gen Tari­fe ange­zeigt, son­dern auch die Erspar­nis gegen­über Ihrem aktu­el­len Tarif.

Sie haben auch die Mög­lich­keit, Ihre Suche wei­ter zu fil­tern, zum Bei­spiel nach Min­dest­ver­trags­lauf­zeit, Kün­di­gungs­frist etc. In der Über­sicht sehen Sie direkt, was Sie für Ihren Strom pro Jahr bezah­len müss­ten und wie viel Geld Sie im Ver­gleich spa­ren wür­den. Die tat­säch­li­chen Kos­ten kön­nen natür­lich abwei­chen, falls Sie im Ver­gleich zum Vor­jahr mehr oder weni­ger Strom ver­brau­chen.

In der Über­sicht kön­nen Sie sich ganz ein­fach die Preis- und Tarif­de­tails anzei­gen las­sen. Auch vor­han­de­ne Kun­den­be­wer­tun­gen sind ein­seh­bar. Die­se sind jedoch mit Vor­sicht zu genie­ßen, denn gera­de bei nega­ti­ven Bewer­tun­gen weiß man nie, was genau dahin­ter­steckt. Oft­mals ist es ein­fach Ver­är­ge­rung, weil der Ver­brauch und somit die Rech­nung höher war als gedacht oder jemand ärgert sich, dass er eine Mah­nung bekom­men hat, weil der Strom nicht bezahlt wur­de. Sind aller­dings erstaun­lich vie­le Bewer­tun­gen nega­tiv, soll­te man sich die­se genau durch­le­sen, denn dann könn­te tat­säch­lich etwas dran sein.

Wel­cher Tarif für Sie der Bes­te ist, müs­sen Sie selbst ent­schei­den. Sie fil­tern die Tari­fe her­aus, wel­che Ihren Ansprü­chen am ehes­ten gerecht wer­den, ver­glei­chen die Ange­bo­te und kön­nen sich frei ent­schei­den. Einen Rech­ner zu nut­zen, ver­pflich­tet Sie zu nichts. Sie sind in keins­ter Weist gezwun­gen, Ihren Anbie­ter zu wech­seln.

Haben Sie alle für Sie infra­ge kom­men­den Tari­fe ver­gli­chen, kön­nen Sie ganz ein­fach online wech­seln.

Tipps zum Strom­an­bie­ter Ver­gleich

Mit einem Strom­an­bie­ter-Ver­gleich kön­nen Sie viel Geld spa­ren, aber es gibt natür­lich auch ein paar Aspek­te zu beach­ten, damit Sie auch wirk­lich den für Sie bes­ten und güns­tigs­ten Tarif fin­den. Der wohl wich­tigs­te Punkt ist, mög­li­che Bonus­kon­di­tio­nen im Blick zu haben. Die meis­ten Anbie­ter bie­ten beson­de­re Boni, wenn Sie als Neu­kun­de einen Ver­trag abschlie­ßen oder von einem ande­ren Anbie­ter zu einem neu­en wech­seln.

Sol­che Boni sind zum Bei­spiel Ein­mal­zah­lun­gen, wel­che nach Ablauf der Wider­rufs­frist auf der nächs­ten Rech­nung gut­ge­schrie­ben wer­den oder auch monat­li­che Rabat­te auf die Abschlä­ge. Es gilt zu beden­ken, dass sol­che Rabat­te für gewöhn­lich maxi­mal 12 Mona­te lang gewährt wer­den. Übli­cher­wei­se wer­den sie in die Preis­be­rech­nung mit ein­be­zo­gen. Sie erken­nen das an Hin­wei­sen wie „XXX Euro im ers­ten Jahr“. Das bedeu­tet, dass Sie tat­säch­lich nur den ange­zeig­ten Wert bezah­len (für den ange­ge­be­nen Jah­res­ver­brauch). Nach einem Jahr fällt der Rabatt aber weg und Sie zah­len von da an mehr für Ihren Strom. Glei­ches gilt für Ein­malbo­ni. Hier wer­den die Jah­res­kos­ten ermit­telt und der Bonus wird davon abge­zo­gen.

Ein seriö­ser Strom­ver­gleichs­rech­ner bie­tet die Mög­lich­keit, die Ein­be­rech­nung der Boni abzu­schal­ten. So sehen Sie den rei­nen Strom­preis, den Sie, sofern sich der Grund­preis und die Abga­ben nicht ändern, auch in den nächs­ten Jah­ren zah­len wür­den. Schal­ten Sie die Boni-Ein­be­rech­nung aus, wer­den Sie nicht über­ra­schen­der­wei­se im zwei­ten Jahr bei­spiels­wei­se 20 Pro­zent mehr für den Strom bezah­len.

Schnäpp­chen­jä­ger kön­nen mit den Boni durch­aus gute Geschäf­te machen. Wer jedes Jahr einen Strom­ver­gleich durch­führt, kann jedes Jahr zusätz­lich Geld spa­ren, indem er die Son­der­an­ge­bo­te mit­nimmt. Man soll­te nur dar­auf ach­ten, ob sol­che Boni auch für Kun­den gel­ten, die zuvor bereits bei die­sem Anbie­ter waren. Ist das nicht der Fall, ist die Schnäpp­chen­jagd nach ein paar Jah­ren vor­bei.

Die Ver­trags­lauf­zeit soll­te nicht mehr als ein Jahr betra­gen. Häu­fig sind Ver­trä­ge mit län­ge­ren Lauf­zei­ten güns­ti­ger. Doch wenn die Preis­fi­xie­rung nur 12 Mona­te lang gilt, kann der Strom wäh­rend der rest­li­chen Ver­trags­lauf­zeit deut­lich teu­rer wer­den. Gene­rell lohnt es sich, jedes Jahr einen Strom­ver­gleich durch­zu­füh­ren, da der heu­te güns­tigs­te Anbie­ter in einem Jahr viel­leicht schon preis­lich unter­bo­ten wer­den kann.

Ein wei­te­res Augen­merk soll­te den Kün­di­gungs­fris­ten und den Lauf­zeit­ver­län­ge­run­gen gewid­met wer­den. Kur­ze Kün­di­gungs­fris­ten sind immer bes­ser, da Sie damit fle­xi­bler auf bes­se­re Ange­bo­te reagie­ren kön­nen. Wenn sich die Ver­trags­lauf­zeit nach Ablauf der Min­dest­ver­trags­lauf­zeit nur um weni­ge Wochen statt erneut um 12 Mona­te ver­län­gert, ist das eben­falls ein wich­ti­ger Punkt. Soll­ten Sie den Strom­ver­gleich im nächs­ten Jahr ver­ges­sen oder zu spät durch­füh­ren, kön­nen Sie eben­falls schnell wech­seln und müs­sen nicht ein wei­te­res Jahr zu viel für Ihren Strom bezah­len.

Ein paar Punk­te gibt es dar­über hin­aus noch zu beach­ten: Zah­len Sie nie­mals im Vor­aus, kau­fen Sie kei­ne Strom­pa­ke­te und hin­ter­le­gen Sie kei­ne Kau­ti­on. Soll­te Ihr Strom­an­bie­ter Insol­venz anmel­den, ist Ihr Geld in der Regel weg. Sie haben ledig­lich eine klei­ne Chan­ce, einen Teil zurück­zu­be­kom­men. Bei Strom­pa­ke­ten haben Sie bereits eine fes­te Men­ge Strom bezahlt. Die­se steht Ihnen auch zu. Strom­pa­ke­te sind häu­fig recht güns­tig zu haben, soll­ten Sie jedoch mehr Strom ver­brau­chen, sind die Prei­se oft gesal­zen. Ver­brau­chen Sie weni­ger Strom als sie bezahlt haben, ver­fällt die­ser Strom. Auch hier haben Sie dann zu viel bezahlt.

Wie den Strom­an­bie­ter wech­seln?

Wenn Sie sich für einen neu­en Strom­an­bie­ter ent­schie­den haben, geht der Wech­sel ganz ein­fach online. Der Ver­gleichs­rech­ner bie­tet Ihnen die Mög­lich­keit, den Tarif­wech­sel für Sie zu über­neh­men. Kos­ten fal­len dabei kei­ne an. Soll­te dies doch der Fall sein, suchen Sie sich bit­te einen ande­ren Ver­gleichs­rech­ner.

Sie müs­sen zunächst ihre per­sön­li­chen Daten, Zäh­ler­num­mer und ggf. Zäh­ler­stand ange­ben. Dann kön­nen Sie sich ent­schei­den, ob Sie die Kün­di­gung des alten Ver­trags selbst über­neh­men. Davon ist in der Regel abzu­ra­ten, da es einen deut­lich erhöh­ten Auf­wand bedeu­tet und sich leicht Feh­ler ein­schlei­chen kön­nen. Wenn Sie den Wech­sel in Auf­trag geben, benö­ti­gen Sie dafür Daten wie Ihre Kun­den­num­mer beim bis­he­ri­gen Anbie­ter sowie grund­le­gen­de Infor­ma­tio­nen wie Name und Adres­se.

Der neue Anbie­ter infor­miert Sie dar­über, dass der Wech­sel beauf­tragt wur­de. Er über­nimmt die Kün­di­gung beim alten Anbie­ter. Das kann er nur mit einem Daten­ab­gleich tun. Soll­ten Sie ver­se­hent­lich eine fal­sche Anga­be gemacht haben, kommt der Anbie­ter auf Sie zu und bit­tet um Kor­rek­tur. Sind die Anga­ben kor­rekt, erlangt die Kün­di­gung Gül­tig­keit und der neue Anbie­ter infor­miert Sie über das Wech­sel­da­tum.

Nun kön­nen Sie sich ent­spannt zurück­leh­nen. Soll­ten Sie Beden­ken haben, dass es doch ris­kant sein kann und Sie eine Ver­sor­gungs­lü­cke befürch­ten, lesen Sie bit­te den fol­gen­den Abschnitt über die Risi­ken eines Strom­an­bie­ter­wech­sels.

Strom­an­bie­ter wech­seln — wirk­lich garan­tiert ohne Risi­ken?

Den Strom­an­bie­ter wech­seln, ist das nicht kom­pli­ziert und am Ende viel­leicht teu­rer? Und ste­he ich ohne Strom da, wenn etwas schief­geht? Muss ich viel­leicht meh­re­re Wochen lang mit dem Black­out leben und mei­nen Lap­top und mein Han­dy beim Nach­barn auf­la­den? Oder noch schlim­mer, was ist mit dem Kühl­schrank und dem Gefrier­fach?

Soll­ten Sie sol­che Gedan­ken ken­nen, möch­ten wir die­se an die­ser Stel­le ger­ne zer­streu­en. Ohne Strom zu sein geschieht übli­cher­wei­se nur aus zwei Grün­den. Einer ist ein Strom­aus­fall, von dem aller­dings stets grö­ße­re Gebie­te betrof­fen sind. Das hat auch nichts mit einem Wech­sel zu tun. Der ande­re Grund ist, dass der Netz­be­trei­ber die Strom­zu­fuhr abdreht. Das geschieht jedoch nur in Här­te­fäl­len, wenn die Strom­rech­nung lan­ge nicht bezahlt wur­de und man kei­ne Eini­gung fin­den konn­te.

Grund­le­gend funk­tio­niert das deut­sche Strom­netz so: Es gibt einen Netz­be­trei­ber, der die Lei­tung zur Ver­fü­gung stellt. Dazu gehört ein Grund­ver­sor­ger, der, wie der Name ver­mu­ten lässt, die Grund­ver­sor­gung mit Strom sicher­stellt. Um es ein­fach aus­zu­drü­cken: Die Strom­an­bie­ter pro­du­zie­ren Strom oder kau­fen ihn an Strom­bör­sen ein. Die­ser wird ins Netz ein­ge­speist, dafür zah­len die Anbie­ter eine Gebühr. Jeder bekommt den glei­chen Strom, nur die Abrech­nung des Ver­brauchs ist bei den ver­schie­de­nen Anbie­tern unter­schied­lich. Es ist immer Strom da.

Soll­te ein Strom­ver­sor­ger aus irgend­wel­chen Grün­den meh­re­re Kraft­wer­ke abschal­ten müs­sen, bekom­men des­sen Kun­den wei­ter­hin Strom aus dem Gesamt­netz. Pro­du­ziert Anbie­ter X weni­ger Strom als sei­ne Kun­den ver­brau­chen, wird die Ver­sor­gung für sie nicht unter­bro­chen, da der Strom eben aus dem Gesamt­netz kommt.

Dar­aus folgt: Selbst wenn ein Strom­ver­trag bei einem Anbie­ter gekün­digt wird, bleibt die Strom­ver­sor­gung aktiv. Da der Grund­ver­sor­ger ein­springt, wird der Strom nach dem Grund­ver­sor­ger­ta­rif abge­rech­net, wel­cher in der Regel der teu­ers­te Strom­ta­rif in der Regi­on ist. Wer sei­nen Strom­an­bie­ter wech­selt, merkt davon, abge­se­hen von der Rech­nung, nichts. Am Tag des Wech­sels muss kein Hand­wer­ker anrü­cken und die Lei­tung oder den Strom­zäh­ler aus­tau­schen. Alles wird über den Netz­be­trei­ber gere­gelt.

Nun kann es natür­lich vor­kom­men, dass der bestehen­de Ver­trag gekün­digt wird und der neue Anbie­ter die Belie­fe­rung nicht recht­zei­tig beginnt, mög­li­cher­wei­se auf­grund eines tech­ni­schen Pro­blems oder eines Zah­len­dre­hers in den Wech­sel­for­mu­la­ren. Auch in die­sem Fall springt der Grund­ver­sor­ger ein und die Strom­ver­sor­gung geht naht­los wei­ter.

Der Strom des Grund­ver­sor­gers ist aber teu­rer als im neu­en Tarif ver­ein­bart. Auch das ist kein Pro­blem. Soll­te der Feh­ler auf Sei­ten des Ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens ver­ur­sacht wor­den sein, bekommt man von die­sem die zu viel gezahl­te Dif­fe­renz zwi­schen dem ver­ein­bar­ten Preis und dem des Grund­ver­sor­gers erstat­tet. Es besteht somit ledig­lich das Risi­ko, kurz­zei­tig zu viel zu bezah­len, wobei man das Geld ja wie­der­be­kommt.

Als Wechs­ler tra­gen Sie im Nor­mal­fall nur ein abso­lut mini­ma­les Risi­ko. Es ist üblich, dass sich Ihr neu­er Ver­sor­ger um den Wech­sel küm­mert. Sie tei­len ihm Ihre per­sön­li­chen Daten mit und beauf­tra­gen ihn mit dem Wech­sel. Dafür benö­tigt der Ver­sor­ger Ihre aktu­el­len Ver­trags­da­ten samt Zäh­ler­num­mer. Soll­ten Sie ver­se­hent­lich fal­sche Anga­ben gemacht haben, zum Bei­spiel den berühmt­be­rüch­tig­ten Zah­len­dre­her bei der Anga­be der Zäh­ler­num­mer, wird sich Ihr neu­er Anbie­ter schon mel­den, da er den lau­fen­den Ver­trag dann nicht kün­di­gen kann.

Ist alles glatt gelau­fen, teilt er Ihnen das Wech­sel­da­tum mit. Auch einen wei­te­ren Zwei­fel kön­nen wir zer­streu­en: Soll­te der neue Anbie­ter die Strom­lie­fe­rung über­neh­men und der alte Ver­sor­ger den Ver­trag ver­se­hent­lich doch nicht gekün­digt haben, zah­len Sie nicht dop­pelt. Ihr Strom­zäh­ler ist beim Netz­be­trei­ber ab die­sem Moment mit dem neu­en Anbie­ter ver­knüpft. Einen Strom­an­schluss meh­re­ren Anbie­tern zuzu­ord­nen ist im pri­va­ten Bereich vom Sys­tem her nicht vor­ge­se­hen.

Was bedeu­tet Öko­strom?

In Zei­ten der Ener­gie­wen­de ist Öko­strom ein gro­ßes The­ma. Die Indus­trie und die Poli­tik reden immer lau­ter über die Ener­gie­wen­de, die Ver­brau­cher hin­ge­gen zei­gen tat­säch­lich den Wil­len, ihren Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en zu bezie­hen.

Aber was ist Öko­strom eigent­lich? Her­kömm­li­che Kraft­wer­ke erzeu­gen Strom aus fos­si­len Ener­gie­trä­gern wie Öl oder Koh­le. Das dabei frei­ge­setz­te CO2 ist maß­geb­lich ver­ant­wort­lich für die Erd­er­wär­mung und den Kli­ma­wan­del. Außer­dem sind die Res­sour­cen begrenzt und wer­den viel­leicht schon in weni­gen Jahr­zehn­ten auf­ge­braucht sein. Die Risi­ken der Atom­kraft soll­ten spä­tes­tens nach Tscher­no­byl und Fuku­shi­ma auch jeder­mann bekannt sein. Zudem wird der Strom auto­ma­tisch immer teu­rer, je weni­ger Res­sour­cen es gibt.

Öko­strom ist Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en, die in unend­li­cher Men­ge vor­han­den sind. Dazu zäh­len Wind­kraft, Solar­ener­gie, Was­ser­kraft und Bio­mas­se. Die­se Res­sour­cen wer­den nicht ver­braucht, son­dern genutzt. Wind, Son­ne, Was­ser, sol­che Res­sour­cen wird es immer geben und die Strom­erzeu­gung dar­aus ver­ur­sacht kei­nen CO2-Aus­stoß. Ver­wen­det man end­los ver­füg­ba­re Res­sour­cen, muss der Strom­preis nicht stei­gen, da es kei­ne Res­sour­cen­knapp­heit geben kann.

Es gibt zwei Arten von Öko­strom

Öko­strom ist nicht gleich Öko­strom. Gemeint ist damit nicht, dass Öko­strom aus Wind­ener­gie anders, bes­ser oder schlech­ter ist als Öko­strom aus Son­nen- oder Was­ser­en­er­gie. Gemeint ist, dass es einen Unter­schied gibt zwi­schen tat­säch­li­chem Öko­strom oder Grau­strom, der als Öko­strom aus­ge­zeich­net ist.

Bei letz­te­rem han­delt es sich um Ener­gie aus bei­den Quel­len (soge­nann­ter Grau­strom), wobei es auch mög­lich ist, dass der Öko­strom rein aus fos­si­len Brenn­stof­fen und Atom­ener­gie besteht. Öko­strom darf er sich nen­nen, wenn der Ver­sor­ger sei­ne CO2-Bilanz ander­wei­tig aus­gleicht. Das kann zum Bei­spiel gesche­hen, indem er irgend­wo auf der Welt Kli­ma­schutz­pro­jek­te för­dert. Theo­re­tisch kann das so aus­se­hen, dass ein Anbie­ter hier ein Koh­le­kraft­werk ab- und es irgend­wo in der Welt wie­der auf­baut. Sofern das Kraft­werk dort alte Kraft­wer­ke ablöst und dort eine bestimm­te Men­ge C02 ein­ge­spart wird, darf die­se Men­ge hier als Öko­strom ver­kauft wer­den, da der Kon­zern unterm Strich eine neu­tra­le CO2-Bilanz vor­wei­sen kann. Er darf hier „schmut­zi­gen“ Strom her­stel­len und als Öko­strom ver­kau­fen, solan­ge er ins­ge­samt nicht mehr CO2 als bis­her aus­stößt.

Auf der ande­ren Sei­te gibt es Anbie­ter von ech­tem Öko­strom. Bei die­sem Strom ist garan­tiert, dass die Bezeich­nung Öko­strom nicht erkauft ist. Statt­des­sen wird gewähr­leis­tet, dass der gesam­te Strom auch wirk­lich aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en stammt. Kann der Anbie­ter nicht genü­gend Öko­strom selbst erzeu­gen, kauft er ent­spre­chen­de Men­gen Öko­strom ein. Seriö­se Anbie­ter legen ihre Quel­len und Ein­kaufs­part­ner offen, sodass der Ver­brau­cher nach­voll­zie­hen kann, ob er auch wirk­lich Öko­strom bezieht und nicht umeti­ket­tier­ten Grau­strom.

Wer­de ich aus­schließ­lich mit Öko­strom belie­fert?

Lei­der nicht. Dafür bräuch­ten die Anbie­ter eige­ne Net­ze, was bun­des­weit kaum zu koor­di­nie­ren wäre, von den Kos­ten ein­mal abge­se­hen. Der Öko­strom wird ins Gesamt­netz ein­ge­speist. Man kann auch nicht mes­sen, ob der Strom aus der Steck­do­se nun wirk­lich aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en stammt. Strom ist nicht grün, genau­so wie er nicht gelb, rot oder blau ist.

Das ist aber auch gar nicht wich­tig. Wer zu 100 Pro­zent Öko­strom kauft, sorgt dafür, dass die ver­brauch­te Ener­gie­men­ge als Öko­strom ins Netz ein­ge­speist wird. Je mehr Men­schen dies tun, des­to grö­ßer wird der Anteil von Bio­strom im Strom­mix. Man selbst ver­braucht zwar auch noch Grau­strom, aber wenn man es umdreht: Öko­strom-Geg­ner wer­den dadurch auto­ma­tisch gezwun­gen, selbst immer mehr Öko­strom zu ver­brau­chen.

Im End­ef­fekt führt das dazu, dass Inves­ti­tio­nen in erneu­er­ba­re Ener­gi­en immer loh­nen­der wer­den. Wenn immer mehr Öko­strom ver­braucht wird, muss auch immer mehr Öko­strom pro­du­ziert wer­den. Das geht nur, wenn man neue und effi­zi­en­te­re Anla­gen ent­wi­ckelt und errich­tet. Dar­aus folgt, dass es immer ren­ta­bler wird, in Öko­strom-Anla­gen zu inves­tie­ren, da die­se wirt­schaft­li­cher betrie­ben wer­den kön­nen. Aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen rund um Öko­strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en und die ver­schie­de­nen Öko­strom-Anbie­ter fin­den Sie bei unse­ren Part­nern von oekostrom.net.

So setzt sich der Strom­preis zusam­men

Hat­ten Sie schon mal einen Gedan­ken wie „Die Strom­kon­zer­ne erhö­hen die Prei­se immer wei­ter und zocken uns damit nur ab“? Dann sei­en Sie beru­higt, denn mit sol­chen Gedan­ken sind Sie garan­tiert nicht allei­ne. Tat­säch­lich wird der Strom sta­tis­tisch betrach­tet immer teu­rer. Das liegt aber nicht unbe­dingt an den gro­ßen Kon­zer­nen, die den Strom pro­du­zie­ren und anbie­ten.

Bei­spiel Strom­prei­se 2017:

Der Bun­des­ver­band der Ener­gie und Was­ser­wirt­schaft e.V. (BDEW) hat offen­ge­legt, wie sich der Strom­preis 2017 zusam­men­ge­setzt hat. Tat­säch­lich mach­ten Strom­erzeu­gung und Ver­trieb nur einen klei­nen Teil von 19 Pro­zent aus. Das heißt, dass die Strom­an­bie­ter von 100 Euro Strom­kos­ten ledig­lich 19 Euro tat­säch­lich bekom­men haben. Netz­ent­gel­te, Mes­sun­gen und Abrech­nun­gen mach­ten 26 Pro­zent des Strom­prei­ses aus. Zusam­men­ge­rech­net bedeu­tet das, dass ledig­lich 45 Pro­zent des von Ihnen bezahl­ten Strom­prei­ses aus­rei­chend wären, um Ihre Strom­ver­sor­gung sicher­zu­stel­len.

Der Rest ergibt sich aus Steu­ern und Abga­ben. Wenn man sich die Ent­wick­lung des Strom­prei­ses über die letz­ten Jah­re anschaut, stellt man fest, dass der Preis an den Strom­bör­sen immer wei­ter sinkt. Dank der Abga­ben steigt er für den End­ver­brau­cher, also Sie, immer wei­ter an.

Eine etwas grö­ße­re Teil­schuld dar­an trägt die Erneu­er­ba­re Ener­gi­en Gesetz Umla­ge (EEG), wel­che 23,5 Pro­zent des Strom­prei­ses aus­macht. Grund­le­gend ist die­se für die Ener­gie­wen­de auch not­wen­dig, jedoch ist die­se mitt­ler­wei­le nur noch gut gemeint. Um Anrei­ze für den Bau von Öko­strom-Kraft­wer­ken zu schaf­fen, wur­de den Betrei­bern ein Fix­preis ver­spro­chen, den sie pro Kilo­watt­stun­de bekom­men. Die Dif­fe­renz zwi­schen dem Bör­sen­preis und dem Fix­preis wird durch die EEG-Umla­ge kom­pen­siert.

Nun setzt sich der Strom­preis fol­gen­der­ma­ßen zusam­men: Eine bestimm­te Men­ge Strom muss pro­du­ziert wer­den, damit die Ver­sor­gung sta­bil bleibt. Wird mehr Strom benö­tigt, bei­spiels­wei­se abends, wenn in den meis­ten Haus­hal­ten die Fern­se­her lau­fen und Lich­ter an sind, muss mehr Strom pro­du­ziert wer­den. Die­ser Strom stammt aus Kraft­wer­ken, die ent­spre­chend hin­zu­ge­schal­tet wer­den und den Strom pro­du­zie­ren.

Dabei gilt: Je güns­ti­ger, des­to bes­ser. Es wer­den folg­lich die Kraft­wer­ke akti­viert, die am bil­ligs­ten pro­du­zie­ren. Theo­re­tisch sind das Öko­strom­kraft­wer­ke. Prak­tisch sind es aber meist Atom­kraft­wer­ke oder Koh­le­kraft­wer­ke. Koh­le­kraft­wer­ke sind in der Regel recht alt und finan­zi­ell bereits abge­schrie­ben. Zudem wird die Koh­le nach wie vor quer­sub­ven­tio­niert. Die­se Sub­ven­tio­nen wer­den aus Steu­er­gel­dern bezahlt und haben kei­nen Ein­fluss auf den Strom­preis. Dank die­ser Berech­nung ist der Strom in der Pro­duk­ti­on beson­ders güns­tig.

Wei­te­re Schluss­fol­ge­rung dar­aus: Öko­strom-Anbie­ter spei­sen nur den von ihnen ver­kau­fen Strom in das Netz ein. Da zuerst „schmut­zi­ge“ Ener­gie ein­ge­speist wird, um den Bedarf zu decken, arbei­ten Öko­strom-Kraft­wer­ke nicht auf vol­ler Last, son­dern nur, wenn extrem viel Bedarf besteht. Dadurch sind sie nicht aus­ge­las­tet und somit wenig wirt­schaft­lich. Und wel­cher Inves­tor legt sein Geld in den Bau von kaum ren­ta­blen Kraft­wer­ken an?

Wenn Sie Öko­strom bezie­hen, schaf­fen Sie Nach­fra­ge. Mit mehr Nach­fra­ge wer­den die Kraft­wer­ke wirt­schaft­li­cher und Inves­ti­tio­nen loh­nen sich. Es liegt an der Poli­tik, die Ener­gie­re­form nicht den wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen der Groß­kon­zer­ne unter­zu­ord­nen. In einem fai­ren Wett­be­werb ohne die Sub­ven­ti­on „schmut­zi­ger“ Ener­gi­en kann Öko­strom nach­hal­tig deut­lich güns­ti­ger pro­du­ziert wer­den. Die EEG-Umla­ge wür­de bald bedeu­tungs­los und könn­te sogar abge­schafft wer­den.

Tipps zum Strom spa­ren

Nicht nur mit einem neu­en Strom­an­bie­ter kön­nen Sie Geld beim Strom spa­ren. Schließ­lich zah­len Sie ja kei­nen Fest­preis, son­dern nur den Strom wel­chen Sie auch ver­brau­chen. Da ist es nur logisch, auch beim Ver­brauch anzu­set­zen.

Grund­le­gend gilt: Gerä­te, die nicht benutzt wer­den, gehö­ren aus­ge­schal­tet. Wenn Sie sich im Wohn­zim­mer auf­hal­ten, kann das Licht in den ande­ren Räu­men aus­ge­schal­tet wer­den. Soll­te in der Küche noch ein Radio lau­fen, braucht es das auch nicht mehr. Sit­zen Sie abends vor dem Fern­se­her und möch­ten danach noch mal an den Com­pu­ter? Schal­ten Sie ihn doch ein­fach aus, wenn Sie ihn nicht aktiv nut­zen. Oder schal­ten Sie ihn ein­fach auf Stand­by bzw. ver­set­zen ihn in den Ruhe­mo­dus. Das ver­braucht zwar mehr Strom als wenn Sie ihn her­un­ter­fah­ren, jedoch deut­lich weni­ger, als wenn er ganz nor­mal im Leer­lauf läuft. Dafür ist er in Sekun­den­schnel­le wie­der nutz­bar und muss nicht lan­ge hoch­fah­ren.

Der nor­ma­le Stand­by Betrieb von Fern­se­hern, Recei­vern, Radi­os etc. ver­braucht heu­te kaum noch Strom. Gar kei­nen Strom ver­brau­chen sie, wenn Sie die Gerä­te phy­sisch abschal­ten, am bes­ten mit­hil­fe einer Mehr­fach­steck­do­se mit Über­span­nungs­schutz und Schal­ter. Es gibt auch soge­nann­te „Mas­ter-Slave-Steck­do­sen“, bei denen ein Gerät die Strom­ver­sor­gung der ande­ren kon­trol­liert.

Bei­spiel: Sie stöp­seln den Strom­ste­cker Ihres Com­pu­ters in die Mas­ter-Steck­do­se. Die ande­ren Gerä­te wie Bild­schirm, Dru­cker, Laut­spre­cher etc. schlie­ßen Sie an die Slave-Steck­do­sen an. Schal­ten Sie nun Ihren Com­pu­ter an, wer­den auch die ande­ren Gerä­te mit Strom ver­sorgt. Fah­ren Sie den Com­pu­ter wie­der her­un­ter, wer­den auch die ande­ren Gerä­te vom Strom getrennt. Grund­le­gend ist das wie eine Mehr­fach­steck­do­se mit Schal­ter. Der gro­ße Vor­teil ist, dass man sich nicht stän­dig ver­ren­ken muss, um den Schal­ter umzu­le­gen.

Wenn Sie Ihren Com­pu­ter nur zum Sur­fen oder Text­be­ar­bei­tung benut­zen, kön­nen Sie mit dem Wech­sel auf einen Lap­top eini­ges an Strom spa­ren, vor allem, wenn der Com­pu­ter schon etwas älter ist. Selbst güns­ti­ge Note­books haben hier­für mehr als genug Leis­tung und einen sehr gerin­gen Strom­ver­brauch. Wenn Sie einen grö­ße­ren Bild­schirm benö­ti­gen, kön­nen Sie Ihren vor­han­de­nen Bild­schirm auch dar­an anschlie­ßen, sofern er einen HDMI‑, Dis­play­port- oder DVI-Anschluss hat. Man­che Note­books unter­stüt­zen auch noch den alten VGA-Anschluss.

Ansons­ten sind Lam­pen wah­re Ener­gie­fres­ser. Wenn Sie noch Glüh­bir­nen ver­wen­den, soll­ten Sie die­se unbe­dingt gegen Ener­gie­spar­lam­pen aus­tau­schen. Bes­ser sind sogar noch LED-Leucht­mit­tel. Rea­les Bei­spiel aus dem Leben des hier­für zustän­di­gen Redak­teurs: Im Flur befand sich eine Lam­pe mit drei Halo­gen­strah­lern. Der Ver­brauch pro Strah­ler lag bei 20 Watt, ins­ge­samt also 60 Watt. Als ein Strah­ler defekt war, wur­de auf LED-Strah­ler gewech­selt. Ergeb­nis: Sogar noch hel­le­res Licht und ein Ver­brauch von drei Watt pro Strah­ler. Der Ver­brauch ist folg­lich von 60 auf 9 Watt gesun­ken.

Wenn man das mit allen Lam­pen im Haus­halt macht, kommt da im Lau­fe des Jah­res eine wirk­lich gro­ße Men­ge Kilo­watt­stun­den zusam­men, die man nicht mehr bezah­len muss. Man hört lei­der sehr oft, das Licht von Ener­gie­spar­lam­pen und LEDs wäre unge­müt­lich, ste­ril und kalt. Am Anfang war dem auch so. Mitt­ler­wei­le gibt es aber auch für klei­nes Geld ener­gie­spa­ren­de Leucht­mit­tel in diver­sen Farb- und Hel­lig­keits­ab­stu­fun­gen. Auch dimm­ba­re Leucht­mit­tel sind güns­tig zu haben. Sie soll­ten nur dar­auf ach­ten, dass die Art Ihres Dim­mers zum Leucht­mit­tel passt.

Ähn­li­ches gilt für alle Haus­halts­groß­ge­rä­te. Ein alter Röh­ren­fern­se­her oder ein Flach­bild­schirm der ers­ten Genera­tio­nen soll­te bald aus­ge­tauscht wer­den. Moder­ne Fern­se­her lie­fern ein bes­se­res Bild, unab­hän­gig von der Grö­ße und ver­brau­chen viel weni­ger Ener­gie. Stil­le Strom­fres­ser sind stän­dig lau­fen­de Gerä­te wie Kühl­schrank oder Gefrier­fach.

Je älter ein sol­ches Gerät ist, des­to mehr Strom ver­braucht es, abhän­gig von sei­ner Grö­ße. Gibt ein Kühl­schrank nach vie­len Jah­ren sei­nen Geist auf, lohnt sich eine Repa­ra­tur meis­tens nicht. Die Ersatz­tei­le sind schwer zu bekom­men und die Repa­ra­tur ist so teu­er, dass man auch gleich ein neu­es Gerät anschaf­fen kann. Mit einem ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Kühl­schrank kön­nen Sie die Betriebs­kos­ten, abhän­gig vom Alter, auf weit­aus weni­ger als die Hälf­te redu­zie­ren.

Dar­über hin­aus gibt es auch im güns­ti­gen Preis­seg­ment bereits Gerä­te mit ener­gie­spa­ren­den Tech­no­lo­gi­en wie Anti-Frost, damit das Tief­kühl­fach nicht mehr ver­eist, denn ver­eis­te Kühl­ele­men­te iso­lie­ren und trei­ben den Ver­brauch in die Höhe, oder Kühl­raum­über­wa­chung mit Air­flow. Bei einer sol­chen Tech­no­lo­gie wird die Tem­pe­ra­tur in ver­schie­de­nen Zonen des Innen­raums über­wacht und die Luft so ver­teilt, dass es wirk­lich über­all gleich kühl ist. Dadurch bleibt der Ener­gie­ver­brauch kon­stant nied­rig und die Lebens­mit­tel blei­ben deut­lich län­ger frisch, was bedeu­tet, dass Sie weni­ger Lebens­mit­tel weg­wer­fen müs­sen und damit zusätz­li­ches Geld spa­ren.

Fazit zum Strom spa­ren und Anbie­ter wech­seln

Wie Sie sehen, ist es kein Hexen­werk, Geld beim Strom zu spa­ren. Es gibt vie­le Miss­ver­ständ­nis­se und viel Unwis­sen­heit, auf deren Grund­la­ge vie­le Men­schen zu viel für ihren Strom bezah­len. Ein Anbie­ter­wech­sel dau­ert nur weni­ge Minu­ten und kann meh­re­re hun­dert Euro im Jahr spa­ren.

Und selbst mit einem opti­mier­ten Strom­ta­rif lässt sich noch mehr Geld spa­ren, indem Viel­ver­brau­cher auf­ge­spürt und durch ener­gie­spa­ren­de Model­le ersetzt wer­den. Beson­ders viel spa­ren lässt sich bei der Beleuch­tung. Den Kühl­schrank alle drei oder fünf Jah­re aus­zu­tau­schen, ergibt im All­tag wenig Sinn. Wenn ein ener­gie­spa­ren­des Gerät da ist, lohnt sich die Inves­ti­ti­on in ein teu­re­res Gerät mit bes­se­rer Ener­gie­ef­fi­zi­enz unterm Strich nur sel­ten.

Sind aber noch alte Gerä­te vor­han­den, kann sich die Inves­ti­ti­on in weni­gen Jah­ren ren­tie­ren. Berech­nen Sie ein­fach mal, wie viel Strom Ihre jet­zi­gen Gerä­te brau­chen und wie viel ein aktu­el­les Gerät benö­tigt. Der Kauf­preis geteilt durch die Erspar­nis ergibt den Zeit­raum, ab dem Sie im End­ef­fekt weni­ger bezah­len. Abge­se­hen natür­lich davon, dass neue Gerä­te all­ge­mein strom­spa­ren­der, ener­gie­ef­fi­zi­en­ter und somit bes­ser für sie Umwelt und das Welt­kli­ma sind.