Lemo­na­de

So inno­va­tiv der Name „Lemo­na­de“ für eine Ver­si­che­rung ist, so inno­va­tiv sind auch deren Pro­duk­te. Lemo­na­de ist ein Ins­ur­Tech-Unter­neh­men, also ein Ver­si­che­rungs-Start­up, wel­ches den Ver­si­che­rungs­markt ver­än­dern und in die digi­ta­le Zeit über­füh­ren möch­te. Das Unter­neh­men bie­tet mit der Poli­ce 2.0 Haus­rat- und Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen mit sehr güns­ti­gen Kon­di­tio­nen an. Die Ver­wal­tung der Ver­si­che­rung sowie Scha­dens­re­gu­lie­rung etc. erfol­gen kom­plett online und über eine App für Andro­id und iOs. Zudem wird über­schüs­si­ges Geld nicht ein­fach in die eige­ne Tasche gewirt­schaf­tet, son­dern kommt guten Zwe­cken zugu­te.

Wie funk­tio­niert Lemo­na­de?

Lemo­na­de ist ein ursprüng­lich ame­ri­ka­ni­sches Unter­neh­men, wel­ches in den Nie­der­lan­den die Zulas­sung für Ver­si­che­rungs­an­bie­ter in Euro­pa bekom­men hat und jetzt auch auf dem deut­schen Markt aktiv ist. Auch bei Lemo­na­de zah­len Sie regel­mä­ßig Ihre Bei­trä­ge. Das Unter­neh­men nimmt einen Teil des Gel­des, um sei­ne Rück­ver­si­che­rer zu bezah­len.

Damit ist abge­si­chert, dass das jun­ge Unter­neh­men sei­ne Leis­tun­gen auch tat­säch­lich erbrin­gen kann. Soll­ten so hohe Schä­den gemel­det wer­den, dass das Lemo­na­de die Schä­den nicht mit Eigen­ka­pi­tal regu­lie­ren kann, springt der Rück­ver­si­che­rer ein. Als Kun­de bekom­men Sie also in jedem Fall die ver­spro­che­nen Leis­tun­gen.

Dann wer­den noch Fix­kos­ten für Gehäl­ter ein­be­hal­ten und natür­lich auch ein Anteil für die eige­ne Scha­den­re­gu­lie­rung. Bleibt noch etwas über, wird das Geld an wohl­tä­ti­ge NGOs gespen­det. Als Kun­de haben Sie ein Mit­be­stim­mungs­recht, wohin das Geld gehen soll. Das ist etwas, das es auf dem Markt nicht häu­fig gibt. Wenn die Kal­ku­la­tio­nen auf­ge­hen, haben alle etwas davon. Ein finan­zier­tes Pro­jekt wid­me­te sich bei­spiels­wei­se dem Haus­bau in Mit­tel­ame­ri­ka, ein ande­res ein Was­ser­sys­tem in Afri­ka.

Die Ver­si­che­rung arbei­tet voll­stän­dig digi­tal. Sie schlie­ßen Ihre Ver­si­che­rung online oder per App ab, kön­nen auf genau die­se Wei­se Ände­run­gen vor­neh­men und auch Schä­den mel­den. Die Scha­den­re­gu­lie­rung funk­tio­niert über einen ein­fa­chen But­ton in der App. Wenn Sie die­sen drü­cken, kön­nen Sie mit Ihrem Smart­pho­ne ein Video auf­neh­men, in wel­chem Sie Ihren Scha­den­fall schil­dern. Dabei haben Sie natür­lich auch die Mög­lich­keit, den ent­stan­de­nen Scha­den zu fil­men, um zum Bei­spiel Ein­bruch­spu­ren zu doku­men­tie­ren, ohne zusätz­li­che Bil­der zu machen oder For­mu­la­re aus­fül­len zu müs­sen.

Eine künst­li­che Intel­li­genz wer­tet Ihre Scha­den­mel­dung aus. Ist die Sache ein­deu­tig, wird der Scha­den augen­blick­lich regu­liert. Laut eige­nen Anga­ben hält Lemo­na­de mit einer Scha­den­be­ar­bei­tungs­zeit von nur 3 Sekun­den den Welt­re­kord. Soll­te der Fall für die KI nicht ein­deu­tig sein, küm­mern sich natür­lich schnellst­mög­lich auch ech­te Men­schen um Ihre Scha­den­mel­dung.

Wel­che Ver­si­che­run­gen bie­tet Lemo­na­de an?

Lemo­na­de ist auf dem deut­schen Markt ein noch sehr jun­ges Unter­neh­men und daher ver­si­che­rungs­tech­nisch noch nicht breit auf­ge­stellt. Aktu­ell wird eine Haus­rat­ver­si­che­rung ange­bo­ten, wel­che auch in Kom­bi­na­ti­on mit einer pri­va­ten Haft­pflicht­ver­si­che­rung abge­schlos­sen wer­den kann. Lemo­na­de ist güns­ti­ger als die meis­ten ande­ren Anbie­ter der genann­ten Ver­si­che­run­gen.

Laut Stif­tung Waren­test sind die Ver­si­che­run­gen wirk­lich sehr güns­tig, aller­dings weist der Schutz durch­aus ein paar Löcher auf. Nach­fol­gend möch­ten wir näher auf die bei­den Ver­si­che­rungs­ta­ri­fe ein­ge­hen, damit Sie bes­ser ent­schei­den kön­nen, ob die Tari­fe viel­leicht opti­mal für Sie sind, oder ob Sie sich noch ein­mal woan­ders umschau­en möch­ten.

Leis­tun­gen der Lemo­na­de Haus­rat­ver­si­che­rung

Die Lemo­na­de Haus­rat­ver­si­che­rung ver­si­chert Ihren Haus­rat sowie den Ihrer Ange­hö­ri­gen. Nicht ver­si­chert sind Sachen von Mit­be­woh­nern. Wenn Sie zum Bei­spiel als Stu­dent eine Woh­nung mie­ten und ein frei­es Zim­mer unter­ver­mie­ten, sind die Besitz­tü­mer des Unter­mie­ters nicht ver­si­chert. Soll­te bei Ihnen ein­ge­bro­chen und die Woh­nung geplün­dert wer­den, bekom­men nur Sie Geld von der Ver­si­che­rung, um die Din­ge zu erset­zen, die Ihnen per­sön­lich gestoh­len wur­den. Für Ehe­part­ner oder Kin­der gilt die­se Klau­sel, wie bereits erwähnt, nicht.

Ver­si­chert sind alle Gegen­stän­de mit bis zu 2.000 Euro. Gegen­stän­de von höhe­rem Wert müs­sen Lemo­na­de gemel­det wer­den. Das gilt für Din­ge, die Sie aktu­ell besit­zen sowie für Din­ge, die Sie sich irgend­wann nach Ver­si­che­rungs­ab­schluss kau­fen. „Alle Gegen­stän­de“ bezeich­net alle Gegen­stän­de, die sich übli­cher­wei­se in Ihren vier Wän­den befin­den, wie zum Bei­spiel Ihr Smart­pho­ne. Wird die­ses unter­wegs gestoh­len, haben Sie trotz­dem Anspruch auf Ersatz.

Ver­si­chert ist Ihr Haus­rat gegen Schä­den durch Feu­er, Rauch, Ein­bruch, Raub, Van­da­lis­mus, Hagel, Was­ser­scha­den durch Rohr­bruch oder undich­te Gerä­te sowie gegen Schä­den durch Blitz­ein­schlä­ge, Über­schwem­mun­gen, wit­te­rungs­be­ding­ten Rück­stau, Erd­be­ben, Erd­sen­kun­gen, Erd­rut­sche, Schnee­druck, Lawi­nen und Vul­kan­aus­brü­che. Eine Ele­men­tar­schä­den­ver­si­che­rung ist bei der Haus­rat­ver­si­che­rung nicht üblich und somit ein Aspekt, mit dem sich die Ver­si­che­rung der Lemo­na­de von der Kon­kur­renz abhebt.

Wie bereits ange­kün­digt, gibt es aber auch ein paar Aus­nah­men vom Ver­si­che­rungs­schutz. Frem­des Eigen­tum ist nicht ver­si­chert. Wenn Sie sich zum Bei­spiel von einem Freund für einen Heim­ki­no­abend einen Bea­mer aus­lei­hen und die­ser beschä­digt wird, bekom­men Sie kein Geld von der Ver­si­che­rung.

Ein Punkt ist hier beson­ders wich­tig: Anders als die meis­ten Haus­rat­ver­si­che­run­gen bie­tet Lemo­na­de kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz bei gro­ber Fahr­läs­sig­keit. Schä­den, die durch ange­mes­se­ne Vor­sichts­maß­nah­men hät­ten ver­mie­den wer­den kön­nen, wer­den nicht über­nom­men. Bei­spiel: Sie tra­gen Ihren Lap­top von der Küche ins Wohn­zim­mer. Plötz­lich stol­pern Sie über die Tep­pich­kan­te und der Lap­top fliegt in hohem Bogen auf den Glas­tisch. Bei­des ist kaputt. Wären Sie vor­sich­ti­ger gewe­sen, wäre das nicht pas­siert.

Aber: Gene­rell ist gro­be Fahr­läs­sig­keit nicht ver­si­chert. Das bedeu­tet jedoch nicht, dass Lemo­na­de beim kleins­ten Ver­dacht auf gro­be Fahr­läs­sig­keit jed­we­de Zah­lung kate­go­risch aus­schließt. Im Fal­le des Lap­tops ist es durch­aus mög­lich, dass die Ver­si­che­rung Geld über­weist, aber wohl nicht die vol­le Sum­me. Immer­hin han­delt es sich um einen Unfall, der zwar hät­te ver­mie­den wer­den kön­nen. Auf der ande­ren Sei­te kann so etwas aber eben auch ein­fach mal pas­sie­ren, wes­we­gen die Ver­si­che­rung Sie nicht zwangs­wei­se im Regen ste­hen lässt und zumin­dest einen Teil­wert ersetzt.

Spie­len Sie hin­ge­gen etwas wie „Blin­de Kuh“ und schub­sen dabei dei­nen Lap­top vom Tisch, dürf­te der Grad der zuge­stan­de­nen Fahr­läs­sig­keit sicher über­schrit­ten sein, wes­we­gen es höchst­wahr­schein­lich nur wenig bis gar kein Geld gibt.

Schä­den durch Ein­bruch wer­den zum Bei­spiel auch nur regu­liert, wenn die Woh­nung ver­schlos­sen war. Das bedeu­tet nicht, dass die Tür immer ver­rie­gelt und ver­ram­melt sein muss. Aber steigt ein Ein­bre­cher zum Bei­spiel durch ein geöff­ne­tes oder gekipp­tes Fens­ter ein, haben Sie es ihm zu ein­fach gemacht. Ille­gal erwor­be­ne Gegen­stän­de oder Gegen­stän­de, die gene­rell ille­gal sind, wer­den natür­lich auch nicht ersetzt.

Wie die aller­meis­ten Haus­rat­ver­si­che­run­gen zahlt auch Lemo­na­de den Wie­der­be­schaf­fungs­wert der zer­stör­ten oder ent­wen­de­ten Gegen­stän­de. Ange­nom­men, Sie haben 1.000 Euro für Ihren Fern­se­her bezahlt. Die Tech­nik schrei­tet stets vor­an. Wenn es genau­so einen Fern­se­her zum Zeit­punkt des Scha­dens neu für nur 700 Euro gibt, bekom­men Sie die 700 Euro. Sie bekom­men das Geld, das es kos­tet, ein gleich­wer­ti­ges Gerät neu zu erwer­ben, unab­hän­gig davon, was es zum Zeit­punkt des Kaufs gekos­tet hat.

Leis­tun­gen der Lemo­na­de Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung

Die pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung über­nimmt Schä­den, wel­che Sie jeman­den als Pri­vat­per­son unab­sicht­lich zuge­fügt haben. Die Deckungs­sum­me beträgt für Sach- und Kör­per­schä­den bis zu fünf Mil­lio­nen Euro. Ver­mö­gens­schä­den sind nicht ver­si­chert. Auch gilt der Ver­si­che­rungs­schutz nur für phy­si­sche Schä­den. Soll­te jemand infol­ge eines von Ihnen ver­ur­sach­ten Scha­dens zum Bei­spiel Depres­sio­nen bekom­men und dadurch arbeits­un­fä­hig wer­den, wird davon nichts von der Ver­si­che­rung über­nom­men.

Für Tier­hal­ter ist die Lemo­na­de Pri­vat­haft­pflicht nur geeig­net, wenn es sich um ein Tier ab der Kate­go­rie Hund han­delt. Übli­cher­wei­se wer­den Schä­den durch Klein­tie­re, Nager oder Kat­zen von der pri­va­ten Haft­pflicht­ver­si­che­rung über­nom­men. Bei Lemo­na­de ist das nicht der Fall. Wenn Sie kei­ne Tie­re hal­ten, ist die­ser Punkt für Sie irrele­vant. Als Hun­de­hal­ter müs­sen Sie in der Regel sowie­so eine Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Dann ist die­ser Punkt eben­falls unbe­deu­tend. Doch soll­te zum Bei­spiel Ihre Kat­ze ver­se­hent­lich einen ande­ren Men­schen bei­ßen und dadurch einen Scha­den ver­ur­sa­chen, ist das nicht ver­si­chert.

All­ge­mein abge­deckt sind Sach- und Per­so­nen­schä­den, die Sie als Pri­vat­per­son ver­ur­sa­chen. Sind Sie in Ihren Pri­vat­räu­men geschäf­tig tätig, besteht daher eben­falls kein Ver­si­che­rungs­schutz. Aller­dings über­nimmt Lemo­na­de die Kos­ten Ihrer Rechts­ver­tei­di­gung, wenn jemand Scha­den­er­satz von Ihnen möch­te und zahlt natür­lich auch den Scha­den­er­satz bis zur ver­ein­bar­ten Höhe bei einem ver­si­cher­ten Scha­den.

Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass die Pri­vat­haft­pflicht der Lemo­na­de noch ein paar Lücken auf­weist, die sich mit zukünf­ti­gen Leis­tungs­an­pas­sun­gen viel­leicht schlie­ßen wer­den. Der gro­ße Trumpf der Pri­vat­haft­pflicht ist der Preis. Aller­dings kann es nie scha­den, einen Pri­vat­haft­pflicht-Ver­gleich durch­zu­füh­ren, denn vie­le sehr güns­ti­ge Tari­fe bie­ten bereits her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen.

Kon­takt

Lemo­na­de Insuran­ce N.V.
Weesper­straat 61–105
1018 VN Ams­ter­dam
Nie­der­lan­de
Tele­fon: +49 800 000 029 2
Email: hilfe@lemonade.com
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