Ursachen für Berufsunfähigkeit: Psyche ist weiterhin ganz vorne

Psychische Erkrankungen sind wichtigste Ursache für Berufsunfähigkeit

Der Trend hält nicht nur an, er beschleunigt sich sogar: Psychische Krankheiten sind als Ursache für Berufsunfähigkeit weiter auf dem Vormarsch. Allein von 2008 bis 2012 stieg ihr Anteil von 24 auf 31 Prozent.

Das Analysehaus Morgen & Morgen stellte kürzlich wieder das jährliche „Rating Berufsunfähigkeit“ vor. Das Ergebnis war fast vorherzusehen: Nerven- und psychische Krankheiten sind mittlerweile Hauptursache für beinahe jeden dritten Fall von Berufsunfähigkeit. Auf dem zweiten Platz folgen Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates (21 Prozent). Krebs und ähnliche Geschwülste belegen mit 15 Prozent den dritten Rang. Andere Ursachen sind noch seltener: So spielen Unfälle in weniger als zehn Prozent der Fälle eine Rolle.

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Neue BU-Ursachen belasten auch gesetzliche Rentenversicherung

Nicht nur für private Berufsunfähigkeitsversicherer werden psychische Erkrankungen immer mehr zum Schreckgespenst. Die gesetzliche Rentenversicherung ist von der rasanten Entwicklung noch stärker betroffen: Sie muss immer mehr Menschen eine Erwerbsunfähigkeitsrente zahlen, die aufgrund psychischer Ursachen nicht mehr zurechtkommen.

Andere Faktoren geraten fast schon zu Ausnahmeerscheinungen. Das zeigen Untersuchungen zu den Ursachen für Erwerbsunfähigkeitsrente:

  • Psychische Störungen: 41 Prozent,
  • Erkrankungen Skelett/ Muskulatur/ Bindegewebe: 14 Prozent,
  • Herz-/ Kreislauferkrankungen: 13 Prozent,
  • Stoffwechsel/ Verdauung: 4 Prozent und
  • sonstige Erkrankungen: 18 Prozent.
Andere Zahlen sind noch alarmierender. Frühverrentungen wegen Depressionen verdoppelten sich von 2001 bis 2012 glattweg. Ursachen in Form von Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen nahmen um rund 75 Prozent zu, Suchterkrankungen um 50 Prozent.

Absicherung gegen Berufsunfähigkeit wichtig für Arbeiter und Angestellte

Eine gute Vorsorge stellt nach wie vor der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Sie zahlt, wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen mindestens zu 50 Prozent nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Früher kümmerten sich vorwiegend Menschen mit körperlich strapaziösen Berufen um einen Versicherungsschutz, beispielsweise Dachdecker, Maurer oder Fliesenleger.

Heute fragen immer mehr Büroangestellte, Verkäufer oder Manager nach einer Police. Denn gegen psychische Erkrankungen ist niemand gefeit. Hinzu kommt: Eine Erwerbsunfähigkeitsrente vom Staat - sofern man sie überhaupt bekommt - fällt meist gering aus. Zusätzlicher privater Schutz in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb unverzichtbar.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, eine unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen. Denn die BU-Police sollte nicht den Provisionsinteressen des Vermittlers, sondern vor allem der Absicherung des Versicherten dienen.

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